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Die wichtigste Infos zu Fairway-Hölzern auf einen Blick

Der Kauf eines Fairwayholzes ist ähnlich wie der eines neuen Autos. Aussehen und Image sind wichtig, aber letztendlich zählt nur, was es wirklich kann. Die Entscheidung, welches Fairway-Holz man schließlich kauft, ist manchmal schwieriger als die richtige Wahl des Drivers.

Da es ja viele Lofts, Schäfte und Kopfgrößen gibt, ist es nicht einfach, genau das oder die zu finden, die genau zum eigenen Spiel passen. Und da die Golfer mehr Fairway-Hölzer verwenden, haben natürlich auch die Hersteller die Qualität ihrer Golfausrüstung verbessert.

M6-Fairway-Holz von TaylorMade.
M6-Fairway-Holz von TaylorMade.

Wenn Sie ein neues Fairwayholz kaufen wollen, sollten Sie sich zunächst Gedanken darüber machen, wofür Sie es benötigen.

Folgende Fragen könnten dabei von Bedeutung sein: Benötigen Sie mehr Höhe? Soll der Golfschläger ein langes Eisen ersetzen? Wollen Sie es auch vom Tee verwenden? Soll es zu mehr Länge bei Schlägen aus dem Rough verhelfen?

Das richtige Fairway-Holz kann die Antwort auf jede dieser Fragen sein. Die nachfolgenden Informationen beschreiben die Unterschiede und sollen Ihnen helfen, das richtige für Sie zu finden.

Vom Tee

Fairwayholz vom Tee
Mit einem Fairway-Holz vom Tee ist man präziser als mit dem Driver.

Da Fairway-Hölzer mehr Loft als Driver haben, sind sie leichter zu schlagen und die Bälle fliegen damit präziser. Oft kann ein Holz 3 die Bälle vom Tee soweit fliegen lassen wie ein Driver – und das mit mehr Fehlertoleranz und mehr Spielkomfort.

Vom Fairway

Die Frage lautet: Strecke machen oder Angriff auf das Grün?

Wenn Sie ein Fairway-Holz häufig vom Fairway einsetzen wollen, müssen Sie entscheiden, ob Sie damit mehr Streckemachen wollen oder ob es auch für Schläge ins Grün geeignet sein soll. Ist Letzteres der Fall, benötigen Sie ein weiteres Fairway-Holz mit mehr Loft, damit der Ball hoch fliegt und schnell auf dem Grün liegen bleibt.

Viele Golfer spielen den Ball lieber mit einem stärker geneigten Fairway-Holz ins Grün als mit einem Eisen 2, 3 oder 4. Dann sind ein Holz 3, 4, 5 oder sogar noch höher die richtige Wahl. Da Hölzer einen größeren Kopf als Eisen haben, ist es leichter mit diesen mehr Strecke zu machen, ohne viel Kraft einsetzen zu müssen. Als Faustregel gilt, dass ein Holz 4 ein Eisen 2 ersetzt, ein Holz 5 ein Eisen 3, ein Holz 7 das Eisen 4 und ein Holz 9 das Eisen 5.

Angriff auf ein Par 5 mit dem zweiten Schlag

Mit dem Holz 5 kann man ein Grün gut angreifen.
Mit dem Holz 5 kann man ein Grün gut angreifen.

Wenn Sie den Angriff auf ein Par 5-Loch wagen wollen, das aber zu lang ist, um es mit einem Drive und einem langen Eisen zu erreichen, benötigen Sie ein Fairway-Holz. Wollen Sie das Fairway-Holz vorwiegend vom Fairway verwenden, sollten Sie eines auswählen, dessen Kopf relativ flach ist. Dieses Holz können Sie auch vom Tee verwenden, aber der flache Kopf ermöglicht es Ihnen, damit auch von einem harten Fairway zu spielen.

Fairway-Holz oder Hybrid?

Mit dem Holz 5 kann man ein Grün gut angreifen.
Fairway-Holz und Hybrid unterscheiden sich in ihren Spieleigenschaften erheblich.

Das hängt vorwiegend von den individuellen Fähigkeiten des Spielers ab und wie er seinen Satz zusammenstellt. Für die meisten Spieler beinhaltet ein Satz einen Driver, ein oder zwei Fairway-Hölzer und ein oder zwei Hybrids.

Die größeren Köpfe der Fairway-Hölzer bieten mehr Fehlertoleranz, lassen den Ball höher fliegen und generieren mehr Backspin. Da die Köpfe der Hybrids kleiner sindkann man mit ihnen besser aus dem Rough spielen. Auch aus schiefen und schlechten Lagen eignen sich Hybrids besser.

Es hängt auch von den Plätzen und von den damit verbundenen Distanzen ab, welche Kombination von Schläger und Loft am besten passt. Beachten Sie aber, dass Sie den Ball mit einem19-Grad-Fairway-Holz weiter schlagen als mit einem 19-Grad-Hybrid, da der größere Schlägerkopf mehr Geschwindigkeit erzeugt und der Schaft länger ist.

Anpassbarkeit

Viele Fairway-Hölzer haben Möglichkeiten für eine individuelle Anpassung, so auch das Epic Max von Callaway.

Auch wenn diese in Fairway-Hölzern nicht so oft angeboten wird wie in Drivern, es gibt zahlreiche Hersteller, die anpassbare Fairway-Hölzer anbieten. Damit besteht auch bei diesen Schlägern die Möglichkeit, sie an die individuellen Fähigkeiten und Wünsche des Golfers anzupassen und optimale Back-Spin-Raten und Abflugwinkel zu erzielen, damit die Bälle möglichst weit und gerade fliegen. Bei der Anpassbarkeit geht es um die drei folgenden Aspekte:

Loft

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Der Loft wird durch einen verstellbaren Hosel angepasst.

Wenn der Schläger einen veränderbaren Hosel besitzt, kann man den Loft anpassen. Dabei löst man den Schaft, dreht diesen in die gewünschte Position und befestigt ihn wieder. Meist lässt sich der Loft um bis zu zwei Grad nach oben oder unten verändern.

Ändert man den Loft, verändert sich auch der Lie des Schlägers. Dessen sind sich die Hersteller bewusst und viele (u.a. Titleist) bieten Hosel-Konstruktionen an, bei denen Loft und Lie unabhängig voneinanderverändertwerden können. Lässt sich der Loft nicht unabhängig vom Lie verändern, hat dies kleinere Auswirkungen auf die Flugkurve des Balls, die zu beachten sind.

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Beim SureFit-Hosel von Titleist lassen sich Loft und Lie unabhängig voneinander verstellen.

Schlagflächenwinkel

Dieser beschreibt den Winkel der Schlagfläche in der Ansprechposition (square, offen, geschlossen). Square bedeutet, dass die Schlagfläche im rechten Winkel zur Ziellinie ausgerichtet ist. Von einem offenen Blatt spricht man, wenn das Schlägerblatt vom Spieler weggedreht ist. Bei einem geschlossenen Blatt zeigt dieses ein wenig in Richtung Spieler und der Loft erhöht sich geringfügig, während er sich bei einem offenen Blatt verringert.

Der Schlagflächenwinkel hängt meist von individuellen Präferenzen ab, es ist aber wichtig zu wissen, dass er auch Auswirkungen auf die Flugkurve des Balls haben kann. So kann ein geschlossenes Blatt in der Ansprechposition beispielsweise Spielern helfen, die mit dem Slice kämpfen. Ein leicht offenes Blatt kann dagegen eine Option für Spieler sein, die zu starke Hooks spielen.

So sieht es in der Ansprechposition aus, wenn der Schlagflächenwinkel geschlossen (links), square (mitte) und offen (rechts) ist.

Auswechselbare bzw. verschiebbare Gewichte 

Diese Art des Fine-Tunings ist bei Drivern weitaus verbreiterter, aber es gibt Hersteller (z.B. TaylorMade beim M5-Modell), die Fairway-Hölzer mit dieser Option anbieten. Auswechselbare Gewichte haben vorwiegend Einfluss auf die Position des Schwerpunkts (vorne/hinten im Kopf) und damit den Abflugwinkel und die Flughöhe der Bälle. Diese Option bieten einige Hersteller meist im Zuge eines Fittings an, wenn sie Sinn bringt und die Performance des Schlägers verbessert. Ein verschiebbares Gewicht dagegen beeinflusst die Flugrichtung des Balls nach links oder rechts.

Matrial

Beim Fairway-Holz gibt es verschiedene Varianten hinsichtlich des verwendeten Materials. Diese sind:

Stahl

Die meisten Fairway-Hölzer haben einen Stahlkopf, da dieser nicht so groß ist und nicht so leicht sein muss, wie ein Driver-Kopf. Fairway-Hölzer mit Stahlköpfen sindgünstiger,haben gute Spieleigenschaften und sind leicht herzustellen.

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Der Kopf des Z F85-Fairway-Holzes von Srixon ist vollständig aus Stahl gefertigt.

Titanium

Fairway-Hölzer aus diesem Material sind relativ selten. Momentan gibt es nur wenige Hersteller, die sie anbieten, z.B. TaylorMade. Durch das geringe Gewicht können etwas vergrößerte Köpfe hergestellt werden, wodurch sich das Trägheitsmoment vergrößern lässt, was sich wiederum positiv auf die Fehlertoleranz auswirkt.

Durch Gewichtseinsparungen gegenüber Stahlköpfen im Schlägerblatt kann zudem der Schwerpunkt tiefer und weiter hinten im Kopf platziert werden. Dadurch sind höhere Flugkurven und eine verbesserte Fehlertoleranz möglich. Durch einen aufwändigeren Herstellungsprozess und ein teureres Material sind Fairway-Hölzer mit Titanium-Köpfen auch teurer.

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Das M5-Fairway-Holz von TaylorMade hat einen Korpus aus Titanium.

Composite

Damit sind Modelle gemeint, derenKopf aus Stahl oder Titanium sind und deren Krone aus einem leichten Composite-Material wie beispielsweise Karbon gefertigt ist. Dadurch lässt sich Gewicht reduzieren, das an anderen Stellen besser platziert werden kann, um den Schwerpunkt nach hinten/unten zu verlagern und die Fehlertoleranz zu erhöhen. Sie sind teurer als Fairway-Hölzer mit Stahlköpfen, aber günstiger als Titanium-Modelle.

Einige Composite-Fairway-Hölzer haben schwere Tungsten-Gewichte in der Sohle, um mehr Gewicht in die Außenbereiche des Kopfs zu verlagern, sodass die Fehlertoleranz erhöht werden kann.

Die Mizuno Fairway-Hölzer der ST190-Serie haben eine Krone aus Composite-Material (Karbon).

Schäfte

Schäfte sind auch bei den Fairway-Hölzern eine sehr wichtige Komponente, wenn es um die Performance geht. Hybrids oder Utility Clubs haben meist kürzere Schäfte. Dadurch spielen sie sich eher wie Eisen und bieten jede Menge Kontrolle.

Da bei Fairway-Hölzern die Länge eine größere Rolle spielt, haben sie längere Schäfte, um mit dem größeren Hebel die Schlägerkopfgeschwindigkeit zu erhöhen. Das kann dann schon mal zu Lasten der Kontrolle gehen, aber wie gesagt – Fairway-Hölzer sind primär auf maximalen Distanzgewinn ausgerichtet.

Fairway-Hölzer werden, wie die Driver, ausschließlich mit Graphitschäften angeboten. Diese sind leichter als Stahlschäfte und mit den unterschiedlichen Flexen für alle Schwunggeschwindigkeiten geeignet.

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Aus der enormen Menge von verfügbaren Schäften kommen bei den Fairway-Hölzern mittlerweile ausschließlich Graphitschäfte zum Einsatz.
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