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Schafttypen

In dieser Kaufberatung für Schäfte erhalten alle Informationen die Sie wissen sollten. Von Stahlschäften bis hin zu den immer beliebteren Graphitschäften.

Stahlschäfte

Sie sind stärker, haltbarer und generell günstiger als Graphitschäfte und meist aus Karbonstahl gefertigt. Allerdings kommt auch rostfreier Edelstahl hin und wieder zum Einsatz.

Stahlschäfte haben weniger Torque und verdrehen sich auch seitlich weniger als Graphitschäfte, wodurch sehr viele Golfer von der Verwendung von Stahlschäften in den Eisen profitieren. Sie ermöglichen mehr Kontrolle bei den Schlägen, und Präzision ist wichtiger, wohingegen die Schlaglänge bei Graphitschäften eine wichtigere Rolle spielt. Diese Golfschäfte verlangen eine etwas höhere Schlägerkopfgeschwindigkeit, um mit ihnen die Bälle soweit zu schlagen wie mit Graphitschäften. Daher sind Stahlschäfte am besten geeignet für Golfer mit mittleren und höheren Schwunggeschwindigkeiten, die vor allem Wert auf Schlagkontrolle legen.

Es gibt zwei Arten von Stahlschäften:

1. Gestufter Stahlschaft

Tru Temper Golfschaft - Kaufberatung Schäfte
Der Klassiker unter den gestuften Stahlschäften heißt Dynamic Gold von True Temper.

Bei dieser Art von Stahlschaft verringert sich der Durchmesser vom dicken Ende zur schmalen Spitze sukzessive durch kleine Stufen. Bei der Herstellung wird ein Stahlstreifen zu einem Rohr gerolltt und dann mechanisch ausgehölt bis der Durchmesser und die Dicke stimmen. Danach wird das Stufenmuster geformt und die Wandstärke vom Ende bis zur Spitze angepasst, um die Flexibilität und den Kickpunkt zu erhalten. Die Wandstärke vom Ende bis zur Spitze ist nicht, wie fälschlicherweise angenommen, gleich dick. Je nachdem, welche Performance-Eigenschaften der Golfschaft haben soll, gibt es Sektionen im Golfschaft mit einer dickeren bzw. dünneren Wandstärke.

Danach wird der Golfschaft gehärtet, begradigt und letztlich verchromt. Diese Art der Herstellung ermöglicht Beständigkeit von Schaft zu Schaft und gewährleistet, dass alle Schäfte eines Sets den gleichen Härtegrad haben. Gestufte Stahlschäfte haben allen großen Herstellern in den Golfschlägern im Einsatz.

2. Glatter Stahlschaft (Rifle)

Rifle-Schaft
Der Rifle-Schaft von True Temper ist sehr beliebt bei Tour-Spielern.

Diese Art von Stahlschaft hat von einem Ende zum anderen eine glatte Oberfläche ohne Stufen. Beim Design und der Konstruktion kommen verschiedene Technologien zum Einsatz, um bessere Performance und Beständigkeit zu erzielen. Durch eine Frequenzanpassung jedes Golfschafts mittels einer elektronischen Kalibrierung haben alle Schäfte eines Satzes die gleiche Frequenz und damit den identischen Flex. Der Flex von glatten Stahlschäften kann durch die Verwendung von Dezimalzahlen zur Bezeichnung der Steifigkeit (zum Beispiel 5.0, 5.5, 6.0, usw.) noch exakter auf den Durchschnittsgolfer zugeschnitten werden. Die stufenlose Design-Technologie eliminiert die energieraubenden Stufen, die man in den meisten Stahlschäften vorfindet. Dies führe, laut Hersteller glatter Stahlschäfte, zu mehr Präzision. Einige glatte Stahlschäften werden auch in einer „flighted“ Versionen angeboten. Diese ermöglichen unterschiedliche Ballflugkurven für verschiedene Schläger innerhalb eines Sets.

Welche Vorteile haben Stahlschäfte?

Die im Treffmoment entstehenden Vibrationen werden durch Stahlschäfte besser weitergeleitet und man erhält dadurch ein besseres Feedback. Die Richtungs- und Distanzkontrolle ist mit einem Stahlschaft am besten. Auch sind sie haltbar und unkompliziert in der Pflege.

Welche Nachteile haben Stahlschäfte?

Da Stahlschäfte die Vibrationen spürbar weitergeben, kann es zu Belastungen des Körpers und der Gelenke kommen. Schlecht getroffene Bälle fühlen sich teílweise hart an, vor allem bei niedrigen Temperaturen kann das sehr unangenehm sein.

Graphitschäfte

Golfschlägerschäfte aus Graphit - Kaufberatung Schäfte
Golfschlägerschäfte aus Graphit haben unterschiedliche Farben.

Generell lässt sich sagen, dass Graphitschäfte teurer und kurzlebiger sind als Stahlschäfte. Durch das geringere Gewicht sind höhere Schwunggeschwindigkeiten möglich. Diese gehen allerdings mitunter zulasten der Kontrolle, da sich Graphitschäfte während des Schwungs stärker biegen.

Die Vielzahl der Flexe (und Farben) macht Graphitschäfte sehr beliebt – sowohl bei Amateuren als auch bei Profis. Sie sind außerdem gut geeignet für Damen und Senioren, die nicht die Schwunggeschwindigkeit erzielen können, um einen Stahlschaft effektiv zu nutzen. Der Schaft wird hergestellt, indem unterschiedlich zugeschnittene Graphit-Tapes, die zudem über einen unterschiedlichen Harzanteil verfügen, der als Kleber dient, gemäß der Entwicklervorgaben, um eine Stahlspindel gewickelt werden (rolling).

Weitere Verfahren

Danach wird der Schaft in einem Ofen erhitzt (baking). Nachdem der Schaft ausgehärtet und abgekühlt ist, wird die Spindel entfernt und danach der Schaft am Ende und der Spitze abgeschnitten, sodass er die korrekte Länge hat. Im nächsten Schritt wird der Schaft auf seine Flexibilität bzw. Härte getestet. Darauf folgt der Sanding-Process, bei dem der Schaft abgeschliffen, lackiert und beschriftet wird.

Ein Video zum Herstellungsprozess von Graphitschäften.

Das Gewicht eines Schaftes

Graphitschäfte wiegen zwischen 35 und 85 Gramm, während Stahlschäfte zwischen 70 und 140 Gramm wiegen. Graphitschäfte dämpfen Schaftvibrationen besser als Stahlschäfte. Außerdem können sie in deutlich mehr Variationen hergestellt werden, sodass es leichter ist, genau den Schaft zu finden, der am besten zum eigenen Spiel passt.

Jedoch ist es bei der Herstellung von Graphitschäften schwieriger ein beständiges Gefühl und eine durchgängige Härte in einem Eisen-Set zu erzielen. Graphitschäfte eignen sich hervorragend für den Einsatz in Drivern, Fairway-Hölzern und Hybrids und sind meist einen Tick länger als Stahlschäfte. Jedoch sollte man beachten, dass man mit längeren Schäften zwar weiter schlagen kann, dies aber auch zu Lasten der Kontrolle gehen kann. Da Graphitschäfte empfindlicher sind als Stahlschäfte, sollte man mit ihnen pfleglich umgehen und auf eine gute Polsterung der Bags achten. So lässt sich verhindern, dass die Farbe auf dem Golfschaft abblättert, was nicht nur die Optik beeinträchtigt, sondern sich auch auf die Performance auswirken kann.

Welche Vorteile haben Graphitschäfte?

Bei der Herstellung von Graphitschäften ist man hinsichtlich der Gewicht-Flex-Abstimmung/Kombination variabler. Auch haben sie eine bessere Vibrationsdämpfung gegenüber Stahlschäften. Sie generieren durch den Peitscheneffekt höhere Flugkurven der Bälle und können zur Steigerung der Schlägerkopfgeschwindigkeit beitragen.

Welche Nachteile haben Graphitschäfte?

Die Unterscheidung zwischen gut oder schlecht getroffenen Bällen fällt mit einem Graphitschaft schwerer. Auch sind sie in der Herstellung teurer.

Multi-Material-Schäfte – Kaufberatung Schäfte

Sie bestehen aus zwei Komponenten – meist Stahl im oberen Teil und Graphit im unteren. Es gibt Hersteller, die derartige Schäfte sowohl bei Eisen als auch bei Hölzern einsetzen und damit das Beste aus beiden Welten kombinieren wollen – allerdings sind es nicht allzu viele.

Typischerweise handelt es sich dabei um einen Stahlschaft, der eine Graphitspitze hat. Der Graphitteil ermöglicht höhere Schlägerkopfgeschwindigkeiten, während der Stahlteil für die notwendige Kontrolle des Ballflugs sorgen soll.

Neuerdings stattet Odyssey seine Stroke Lab- Putter mit derartigen Schäften aus. Bei Tests zeigte sich, dass damit ein besseres Tempo und ein besserer Rhythmus erzielt werden können. Allerdings ist bei den Puttern der obere Teil des Schafts aus Graphit und der untere aus Stahl. Aber auch hier lohnt sich vorher eine Kaufberatung für Schäfte durchzuführen.

Stroke Lab Golfschaft - Kaufberatung Schäfte
Bei den Stroke Lab Schäften der Odyssey-Putter ist der obere Teil aus Graphit.

Titan-Golfschäfte

Titan wird relativ selten für Golfschäfte verwendet und es gibt momentan keine namhaften Hersteller, die es einsetzen. Ein Titan-Schaft ist leicht (Titan ist leichter als Stahl) und kann Vibrationen sehr gut dämpfen, obwohl er sich gleichzeitig relativ steif anfühlt.

Nanofuse-Schäfte

Nanofuse-Schäfte sind nicht aus Stahl, aber sie sind metallisch. Sie sind nicht aus Graphit, aber sie sind fest in der Kohlefaser verwurzelt. Sie werden durch das Verschmelzen einer nanokristallinen Legierung mit einer Unterschicht aus Kohlefaserverbundpolymer hergestellt. Der Hersteller behauptet, dass man dadurch einen Schaft mit der Festigkeit von Stahl und den Vorteilen von Graphit hinsichtlich Distanz und Gefühl erhält, und das ohne die Nachteile beider Materialien. Der Schlüssel liegt in einer unvorstellbar kleinen und engen Struktur im NanoFuse-Material. Diese erhöht die Festigkeit dramatisch und ist so stark, dass das Gewicht des Schafts reduziert werden kann, um mehr Länge erzielen zu können, ohne etwas von der Steifigkeit zu verlieren, die die Genauigkeit unterstützt.

Golfschaftparameter – Kaufberatung Schäfte

Golfschäfte werden auch als der Motor des Schlägers bezeichnet. Wenn es um Golfschäfte geht, kommen immer wieder zahlreiche Parameter ins Spiel. Hier erklären wir, was sie bedeuten und welchen Einfluss sie haben.

Schaft-Flex

Was ist der Flex?

Der Flex, sprich die Steifigkeit, ist der wichtigste Faktor beim Schaft, da er sowohl die Distanz als auch die Richtung beeinflusst. Der Flex eines Schafts entscheidet darüber, ob sich der Schaft während des Schwungs mehr oder weniger biegt. Egal wie weich oder hart ein Schaft ist, er wird durch die beim Schwung auftretenden Kräfte gebogen. Wer schnell schwingt und hohe Schlägerkopfgeschwindigkeiten erzielt, benötigt für mehr Kontrolle und eine bessere Konstanz einen Schaft mit weniger Flex (z.B. S oder XS). Wer dagegen langsamer schwingt, ist mit einem weicheren bzw. flexibleren Schaft (A oder R) besser bedient, da dieser im Abschwung mehr Zug entwickelt und der Peitscheneffekt greifen kann.

Der Flex wird im allgemeinen mit Buchstaben angegeben. Die gängigsten Bezeichnungen sind L (Ladies), A (Senioren), R (Regular), S (Stiff) und XS (Extra Stiff). Die Schaftauswahl orientiert sich daher primär an den Schlägerkopfgeschwindigkeiten, die bei Damen beim Schlag mit dem Driver durchschnittlich bei 65 Meilen liegt. Bei den Tour-Pros beträgt die durchschnittliche Schlägerkopfgeschwindigkeit mit dem Driver circa 115-120 Meilen pro Stunde.

Standards sind nicht vorhanden

Es gibt jedoch keine für alle Hersteller geltenden Standards hinsichtlich der Einordnung in die entsprechende Flex-Kategorie. So kann der R-Flex eines Herstellers einem S-Flex eines anderen Herstellers entsprechen. Um den Flex eines Schafts zu bestimmen, gibt es 2 Methoden: Das Shaft Deflection Board und den Frequency Analyzer.

Shaft Deflection Board
Ein Shaft Deflection Board im Einsatz. (©Maltby Golf)
Frequency Analyzer eines Golfschaft
Der Golfschläger wird in den Frequency Analyzer eingespannt. (©s3fitting.com)

Beide sind effektiv bei der Messung des Flex. Um die Steifigkeit des Schafts mit ersterem zu ermitteln, hängt man ein Gewicht an das untere Ende des Schafts und kann dann auf einer Skala den Biegegrad ablesen. Der Frequency Analyzer misst dagegen die vertikale Schwingungsfrequenz des Schafts, die in cpm (counts per minute) angegeben wird. Je steifer der Schaft, desto schneller die Vibration. Eine Steigerung um 10 – 15 cpm ist mit der Erhöhung der Flexstufe, beispielsweise von R auf S, gleichzusetzen.

Welcher Flex eignet sich für welche Schwunggeschwindigkeit?

Hierzu lassen sich allgemein gültige Empfehlungen zu Schwunggeschwindigkeit und Schlaglänge geben. Jedoch sollte man diese immer in Kombination mit dem Gefühl im Treffmoment oder der Performance (Länge bzw. Präzision) als Entscheidungsgrundlage ansehen. Auch ist es wichtig zu beachten, mit welchem Aufwand welches Ergebnis erzielt wird. Nachfolgend ein paar Faustregeln zur besseren Orientierung:

Schaftflex und Schwunggeschwindigkeit
Faustregeln zum Verhältnis von Schaftflex und Schwunggeschwindigkeit

Abschließend noch die Vorteile und Eigenschaften eines weicheren und eines härteren Schafts:

Weicher Golfschaft:

• steigert den Komfort bei geringeren Schwunggeschwindigkeiten

• verbessert bei geringen Schwunggeschwindigkeiten das Feedback

• führt zu einer Erhöhung des Spins

• erhöht den Abflugwinkel des Balls

• erleichtert das Schließen den Schlagfläche – das kann gut oder schlecht sein

Harter Schaft:

• erhöht die Längenkontrolle und die Präzision bei hohen Schwunggeschwindigkeiten

• erleichtert bei hohen Schwunggeschwindigkeiten die Flugbahnkontrolle

• steigert das Feedback bei hohen Schwunggeschwindigkeiten

• weniger den Spin

Torque im Golfschaft

Was ist der Torque?

Dieser Begriff beschreibt die Verdrehungsfähigkeit des Golfschafts unter Last um seine Längsachse. Er wird in Grad gemessen und je nach Schaft werden hier Werte zwischen 1 und 10 angegeben. In der Theorie gilt: Je niedriger der Torque, desto geringer ist die Schlägerblattverdrehung bei Bällen, die nicht genau im Zentrum des Schlägerblatts (Sweetspot) getroffen werden. Ein niedriger Torque macht den Schaft jedoch immer steifer. Dies führt meist zu einer verminderten Rückmeldung und je nach Schwunggeschwindigkeit auch zu geringeren Schlagweiten. Golfschäfte mit geringerem Torque lassen die Bälle auch mit etwas flacheren Flugkurven fliegen.

Bei der Bestimmung des geeigneten Torque sollte man immer das individuelle Schwungtempo des Spielers berücksichtigen, da es keinesfalls so ist, dass ein Schaft mit geringem Torque für alle Golfer*innen geeignet ist. Höhere Torque-Werte lassen die Schäfte weicher anfühlen und können durch die Verdrehung um die Längsachse Vibrationen besser dämpfen sowie ein besseres Schlaggefühl vermitteln. Dabei muss aber beachtet werden, dass sich die Streuung erhöhen kann. Weichere Golfschäfte z.B. mit L- oder A-Flex haben meist höhere Torque-Werte als Schäfte mit R- oder S-Flex. Wie bei den Flexen gibt es auch beim Torque keine einheitlichen Standards, sodass man für die passende Wahl um ein Fitting nicht herumkommt.

Schaft Torque
Der Torque bezeichnet die Verwindungssteifigkeit des Golfschafts.

Kick-Point – Kaufberatung Schäfte

Was ist ein Kick-Point?

Dabei handelt es sich um den Punkt in der unteren Hälfte des Schafts, an dem die größte Biegung auftritt, wenn die Schaftspitze quer zur Schaftachse belastet wird. er sich im bzw. kurz vor dem Treffmoment am meisten biegt und so die Flugbahn des Schlags beeinflusst. Der Biegepunkt beeinflusst sowohl das Schlaggefühl als auch den Ballflug. Ein Schaft mit einem hohen Kick-Point hat in der Regel eine niedrige Flugkurve und fühlt sich eher wie „aus einem Guss“ an. Ein Schaft mit niedrigem Kick-Point führt in der Regel zu einer hohen Flugbahn und vermittelt einem das Gefühl, dass die Schaftspitze den Schlägerkopf durch den Treffmoment durchpeitscht. Schafthersteller geben ihn durch die Angaben Low, Middle, High an.

Kickpunkt Golfschaft - Kaufberatung Schäfte
Schematische Darstellung der Auswirkungen eines hohen bzw. tiefen Kickpunkts auf den Ballflug.

Kick-Point und Bend-Point

Der Kick-Point beeinflusst außerdem, wie sich der Schaft anfühlt. Einige Schlägerspezialisten sind der Meinung, dass Kick-Point und Bend-Point dasselbe sind. Der Bend-Point ist der höchste Punkt des Schafts, wenn er sich durch Druck auf beide Enden des Schafts biegt. Der Kick-Point dagegen ist der höchste Punkt, an dem der Schaft sich biegt, wenn der Griff festgehalten und Druck auf den Schlägerkopf ausgeübt wird, wie beim Schwung. Es gibt einige Golfschäfte, bei denen beide Punkte ähnlich sind oder sehr nahe beieinander liegen.

Bryson DeChambeau verbiegt seinen Golfschaft extrem.
Für Spieler wie Bryson DeChambeau empfiehlt sich ein Schaft mit hohem Biege- und Bend-Punkt.

Gewicht

Das A und O für Länge und Präzision

Das Gewicht ist das tatsächliche Gewicht des rohen, ungeschnittenen Schafts vor der Montage in Gramm. Leichtere Golfschäfte bedeuten leichteres Gesamtgewicht und können bei geringeren Schwunggeschwindigkeiten die Schlägerkopfgeschwindigkeit erhöhen und damit zu mehr Länge führen.

Das Gewicht eines Driver-Schafts kann zwischen 30 und 130 Gramm variieren. Leichte Driver-Schäfte wiegen maximal 60 Gramm. Mittelschwere wiegen 60 bis 75 Gramm, alles darüber fällt in die Kategorie schwerer Driver-Schaft. Zu beachten ist, dass bereits 10 Gramm Unterschied für jeden normalen Golfer spürbar sind – nicht unbedingt in Ruhe, aber umso deutlicher, sobald sich der Schläger geschwungen wird.

In der Regel sind leichte Golfschäfte nur mit einem weichen Flex, und schwere Schäfte nur mit einem steifen Flex erhältlich. Der Grund ist, dass es äußerst schwierig ist, einen leichten Schaft zu entwickeln, der gleichzeitig besonders steif ist. Erhöht man die Wandstärke eines Werkstoffs, steigen meist auch die Steifigkeit und das Gewicht.

Mit dem richtigen Schaftgewicht schlagen viele SpielerInnen sofort einige Meter weiter. Denn: Ein zu schwerer Schaft lässt sich mit fehlender Physis und Technik nicht optimal beschleunigen. Andererseits führt ein zu leichter Schaft in manchen Fällen zu Kontrollverlust. Daher empfiehlt es sich für jeden Golfer, die Schläger hinsichtlich des Schaftgewichts von einem erfahrenen Fitter überprüfen zu lassen.

Auf was Sie achten sollten – Kaufberatung für Schäfte

Anzeichen für das falsche Schaftgewicht

A: Im Ballflug

• zu niedrige oder zu hohe Flugkurven

• weniger Carry-Länge

• unbeabsichtigte Kurven (z-B. Hook oder Slice)

B: Im Schwunggefühl

• wenig Power im Treffmoment

• unkonstante Treffpunkte auf dem Schlägerblatt (unten, oben, Spitze, Hacke)

• kein Bewusstsein über die Position des Schlägerkopfs im Schwung

• Schläger lässt sich nur mühsam beschleunigen oder fühlt sich zu leicht/schwammig an

Was sind Eigenschaften eines leichten Schafts?

• Abflugwinkel des Balls nimmt zu

• Spielkomfort steigt

• Schläger fühlt sich kopflastiger an

• Die Schlagfläche lässt sich durch den Treffmoment leichter schließen – das kann positiv oder negativ sein

• Die Materialqualität ist schwer zu halten

Was sind Eigenschaften eines schweren Schafts?

• Je nach Spielvermögen und Schwunggeschwindigkeit nimmt die Kontrolle ab oder zu

• Spielkomfort bei hohen Schwunggeschwindigkeiten nimmt zu

• Schläger fühlt sich weniger kopflastig an

• Startwinkel und Spin-Rate des Balls nehmen ab

Anpassung eines Schafts – Kaufberatung Schäfte

Pureing

Haben Sie vielleicht einen Lieblingsschläger in ihrem Satz, den Sie einfach besser und beständiger zu treffen scheinen als die anderen? Das liegt höchstwahrscheinlich daran, dass das Rückgrat (Spine) dieses Schlägers zufällig richtig ausgerichtet ist. Bei dem Schläger, mit dem Sie den Ball scheinbar nicht gut treffen können, ist wahrscheinlich das Gegenteil der Fall.

Die meisten Golfschäfte haben die eine oder andere kleine Unregelmäßigkeit, die durch den Herstellungsprozess bedingt ist. Das kann am Aufbau des Schafts liegen, daran, dass der Schaft nicht perfekt rund ist, dass das Material des Schafts auf einer Seite des Schafts etwas schwerer ist als auf der anderen oder an einer Unregelmäßigkeit im Schaftmaterial. All das kann dazu führen, dass sich der Schaft während des Schwungs zu einem bestimmten Punkt hin biegt und sich die Schlagfläche öffnet oder schließt.

Um dieses Problem zu beheben, können Sie Ihre Schläger am „Spine“ ausrichten lassen. Dabei wird der Schaft getestet, um seine Eigenschaften zu bestimmen. Dann kann der Schaft so mit dem Schlägerkopf verbunden werden, dass das Rückgrat des Schafts direkt hinter der Ziellinie liegt. Auf diese Weise wird die Richtung Ihres Schlags nicht beeinträchtigt. Dieser Prozess wird Pureing genannt.

Weitere Verfahren – Kaufberatung Schäfte

Mit Hilfe des patentierten Verfahrens kann die stabilste Ebene des Schafts unabhängig von Typ und Herstellungsverfahren ermittelt werden. Anhand einer Reihe mathematischer Formeln zeigt die Pure-Computersoftware, wie rund, wie gerade und wie steif jeder Schaft ist, und ermöglicht es dem Fitter, die dominante Ausrichtung zu markieren, die am konsistentesten ist. Wenn jeder Schaft so mit dem Schlägerkopf verbunden ist, dass sich der markierte Bereich in einer neutralen Position befindet, hat jeder Schaft bzw. Schläger innerhalb eines Satzes genau die gleiche „Plane of Uniform Repeatability“ (Pure). Sie verlässt sich nicht auf menschliches Urteilsvermögen – es ist eine Wissenschaft, die auf weniger als ein Grad genau ist. Wie der Prozess abläuft und welche Vorteile ein deratiger Schaft hat, zeigt das nachfolgende Video.

Hier wird erklärt, wie der Puring-Prozess abläuft und welche Vorteile er mit sich bringt.

Was bringen parallele oder konische Schaftspitzen bei Schäften?

Golfschäfte mit paralleler Spitze haben über eine bestimmte Strecke ab der Spitze den gleichen Durchmesser. Bei Schäften mit einer konischen Spitze verringert sich der Durchmesser bis zu einer bestimmten Stelle an der Spitze. Schäfte mit verjüngter Spitze und Schäfte mit paralleler Spitze spielen sich ähnlich. Der einzige Unterschied zwischen den beiden ist der Durchmesser der Spitze und das Gewicht. Taper-Tip-Schäfte (konisch zulaufend) haben ein konstantes Gewicht, was bedeutet, dass jeder Schaft vom langen Eisen bis zu den Wedges das gleiche Gewicht hat. Bei Golfschäften mit paralleler Spitze nimmt das Gewicht im Laufe des Satzes ab. Auch hierzu ein erklärendes Video.

Das Video erklärt die Unterschiede von Taper Tip und Parallel Tip Golfschäften.

Die Bedeutung der Schaftlänge in dieser Kaufberatung für Schäfte

Die Schaftlänge ist genauso wichtig wie der Flex, der Torque oder alles andere, was mit dem Schaft zu tun hat. Zur Bestimmung der Länge, stellen Sie sich aufrecht hin und lassen Sie jemanden von der Falte, die den Übergang vom Handgelenk zur Hand markiert, die Entfernung bis zum Boden messen. Das sollte man unbedingt links und rechts machen und dann aus beiden Messungen den Durchschnittswert ermitteln. Es ist wichtig, dass die Schaftlängen so definiert sind, dass sie passend zur Körpergröße des Spielers und dem Abstand zwischen Hand und Boden sind.

Untersuchungen haben ergeben, dass die Länge extrem wichtig ist: Ein Ball, der 0,5 Inches vom Sweetspot entfernt getroffen wird, verliert ungefähr sieben Prozent an Länge. Trifft man den Ball ein Inch vom Sweetspot entfernt mit dem Schlägerblatt, verliert er 14 Prozent Länge. Zwar können längere Golfschäfte sicherlich für mehr Länge sorgen, jedoch liegt der Schlüssel zur Wahl der richtigen Driver-Länge darin, den längsten Schaft zu finden, mit dem man einen wiederholbaren, soliden Schlag machen kann.

Welche Schaftlängen brauchen SieKaufberatung für Schäfte

Generell lässt sich sagen, dass Graphitschäfte teurer und kurzlebiger sind als Stahlschäfte. Durch das geringere Gewicht erzielt man höhere Schwunggeschwindigkeiten. Diese gehen allerdings mitunter zulasten der Kontrolle, da sich Graphitschäfte während des Schwungs stärker biegen.

Die Vielzahl der Flexe (und Farben) macht Graphitschäfte sehr beliebt – sowohl bei Amateuren als auch bei Profis. Sie sind außerdem gut geeignet für Damen und Senioren, die nicht die Schwunggeschwindigkeit erzielen können, um einen Stahlschaft effektiv zu nutzen. Der Schaft wird hergestellt, indem unterschiedlich zugeschnittene Graphit-Tapes, die zudem über einen unterschiedlichen Harzanteil verfügen, der als Kleber dient, gemäß der Entwicklervorgaben, um eine Stahlspindel gewickelt werden (rolling).

Danach wird der Schaft in einem Ofen erhitzt (baking). Nachdem der Schaft ausgehärtet und abgekühlt ist, entfernt man die Spindel und danach der Schaft am Ende und der Spitze abgeschnitten, sodass er die korrekte Länge hat. Im nächsten Schritt wird der Schaft auf seine Flexibilität bzw. Härte getestet. Darauf folgt der Sanding-Process, bei dem der Schaft abgeschliffen, lackiert und beschriftet wird.

Standardlängen von Schäften

Die folgende Übersicht zeigt, welche Schaftlängen Sie für bestimmte Messergebnisse in Betracht ziehen sollten. Beträgt der Abstand der Falte, in der sich Ihr Handgelenk und Ihre Hand treffen, zum Boden

• 29-32 Inches, sollte Ihr Eisensatz auf eine 5er-Eisen Länge von 37 Inches ausgelegt sein

• 33-34 Inches, sollte Ihr Eisensatz auf einer 5er-Eisen Länge von 37 1/2 Inches basieren

• 35-36 Inches, sollte Ihr Eisensatz auf einer 5-Eisen Länge von 38 Inches basieren

• 37-38 Inches, sollte Ihr Eisensatz auf einer 5er-Eisen Länge von 38 1/2 Inches basieren

• 39-40 Inches, sollte Ihr Eisensatz auf einer 5er-Eisen Länge von 39 Inches basieren

• 41 oder mehr Zoll, sollte Ihr Eisensatz auf einer 5-Eisen Länge von 39 1/2 Inches basieren

Laut USGA ist die Schaftlänge vom Griffende bis zur Basis der Ferse des Schlägers gemessen, wenn er waagrecht gehalten bzw. aufliegt.

Schaftlaengenbestimmung USGA
So wird die Schaftlänge gemäß USGA bestimmt.

Fitting – Kaufberatung Schäfte

Fitting ist besser als raten

In den letzten Jahren ist das Custom Fitting in den Mittelpunkt des Interesses der Golfer gerückt. Was früher den Tour-Spielern und den besten Amateuren vorbehalten war, steht heute jedem Golfer zur Verfügung, der bereit ist, die Zeit und das Geld für einen richtig angepassten Schlägersatz zu investieren. Mit der heutigen Technologie und der riesigen Anzahl an Produkten, die untersucht werden können, kann ein erfahrener Clubfitter das Rätsel um den Schaft wirklich lösen. Das Custom Fitting kann für Hölzer, Eisen, Wedges und sogar Putter der meisten Hersteller durchgeführt werden. Die Fitter entscheiden gemeinsam mit Ihnen über Lie-Winkel, Schlagflächenwinkel, Lofts, Längen, Schwunggewichte und andere Optionen für die individuelle Anpassung. Damit erhalten Sie eine gut Kaufberatung für Ihre neuen Schäfte.

Für den jeden Golfer ist das Custom Fitting der Weg zu besserem Golf. Ein umfassender Custom Fitting-Prozess durchläuft in der Regel vier Stufen, die ein statisches Fitting, dynamisches Fitting, die Ballfluganalyse und eine fortlaufende Analyse umfassen. Im ersten Schritt, dem statischen Fitting, müssen vom Golfer seine körperlichen Merkmale wie Körpergröße, Handgelenk-zu-Boden-Maß, Handlänge und Fingerlänge erfasst werden. Diese Informationen geben dem Fitter eine Vorstellung davon, welche Schlägerlänge, welcher Lie-Winkel und welche Griffgröße angemessen sein könnten.

Der nächste Schritt – Kaufberatung Schäfte

Als Nächstes durchläuft der Golfer ein dynamisches Fitting, bei dem er mit einem am Schläger befestigten Schlagflächenband Golfbälle schlägt. Dabei beobachtet der Fitter die Schwungbewegung, die Körperhaltung, die Schlägerkopfgeschwindigkeit, den Grad der Flexibilität und die Schwungbahn des Golfers. Anhand all dieser Informationen, einschließlich der Position der Schlagfläche, sieht man, welches Schlägerdesign zu den körperlichen Fähigkeiten der Person passt. Damit erhalten Sie umfassende Informationen bei dieser Kaufberatung für den nächsten Schaft.

Kaufberatung Schäfte: Golfschlaeger Fitting mit Experten
Ein Experten-Fitting ist unerläßlich, wenn es um die perfekte Abstimmung des Schlägers geht.

Feinabstimmung des Schlägers – Kaufberatung Schäfte

Nach dem dynamischen Fitting folgt eine Ballflugbeobachtung, bei der der Fitter mit dem Golfer auf der Driving-Range an der Feinabstimmung des Schlägers arbeitet. Die Kurventendenz (Draw, Fade, etc.), die Flugbahn, die Carry-Distanz und die allgemeinen Flugeigenschaften werden sorgfältig beobachtet und besprochen, bis sowohl der Fitter als auch der Golfer davon überzeugt sind, dass die richtigen Schläger- und Schaftspezifikationen ermittelt worden sind. Idealerweise findet ein Fitting Outdoor statt. Es kann aber mit Hilfe moderner Launch Monitore auch Indoor durchgeführt werden.

Schließlich ist es ein kontinuierlicher Beobachtungsprozess, bei dem der Golfer seine Performance mit dem/den gefitteten Schläger(n) sorgfältig notiert und dem Fitter (falls erforderlich) mitteilt. Diese Informationen werden besprochen, und gegebenenfalls können Anpassungen vorgenommen werden, um eventuelle Problem zu korrigieren. Dieser Teil des Fitting-Prozesses ist äußerst wichtig, denn das Ziel eines angepassten und maßgeschneiderten Schlägers ist es, über einen langen Zeitraum hinweg optimale Leistungen zu erbringen. Ohne einen kontinuierlichen Prozess ist dieses Ziel nicht immer zu erreichen.

Ein Custom Fitting kann durchaus die Kosten für den Schläger(satz) erhöhen, aber die Vorteile in Bezug auf die Leistung (und den nicht so häufigen Schlägerwechsel) sind das zusätzliche Geld wert.

Spielverbesserung durch eine Kaufberatung für Schäfte

Wie Schäfte und Anpassungen helfen, das Spiel zu verbessern

Es steht außer Frage, dass Schäfte helfen können, wenn es um die Verbesserung des Spiels geht. Nachfolgend einfache Fragen mit ebenso einfachen Antworten, die Ihnen helfen können, wenn es darum geht, Mittel und Wege zu finden, Ihr Spiel auf ein neues, besseres Niveau zu bringen.

Was kann ich tun, um den Ball weiter zu schlagen?

• Benutzen Sie einen leichteren Schaft.

• Reduzieren Sie die Steifigkeit des Schafts.

• Checken Sie die Lofts und Lies Ihrer Schläger.

Was kann ich tun, um den Ball gerader zu schlagen?

• Nutzen Sie einen schwereren Schaft.

• Gebrauchen Sie einen steiferen Schaft.

• Kontrollieren Sie die Lofts und Lies Ihrer Schläger.

• Checken Sie die Ausrichtung des Schafts.

Was kann ich tun, um den Ball höher zu schlagen?

• Schwächen (erhöhen) Sie den Loft des Schlägers. (wichtigster Effekt)

• Verwenden Sie einen Schaft mit niedrigerem Kick-Point. (geringe Wirkung)

Was kann ich tun, um den Ball flacher zu schlagen?

• Den Loft des Schlägers verstärken (verringern). (großer Effekt)

• Verwenden Sie einen Schaft mit höherem Kick-Point. (geringer Effekt)

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