Lange hat Ping bei den Drivern auf Karbon verzichtet. Doch mit dem kompakten Ping G430 LST Driver2023 (der Kopf hat „nur“ 440 ccm Volumen) bringt man erstmals eine Abschlagwaffe auf den Markt, die eine Karbon-Krone hat, die zusätzlich die äußeren Bereiche des Korpus umschließt (Carbonfly Wrap).
Der G430 LST ist Pings erster Driver mit einer Karbon-Krone
Die neue 8-lagige Konstruktion des Low Spin Drivers wiegt gerade einmal 11,5 Gramm und ist damit circa 4 Gramm leichter, verlagert den Schwerpunkt für mehr Ballgeschwindigkeit nach unten, reduziert den Spin und erhöht das Trägheitsmoment (MOI).
Dünnere Schlagfläche für mehr Speed
Durch die Verwendung einer flacheren und dünner geschmiedeten VFT-Schlagfläche mit Spinsistency-Technologie lassen sich mit dem Ping G430 LST Driver höhere Ballgeschwindigkeiten erzielen. Zudem gelang es, das Schlagflächengewicht zu reduzieren und gleichzeitig mehr Elastizität zu erzeugen. Das Ergebnis sind höhere Ballgeschwindigkeiten, die zu den bisher größten Distanzgewinnen bei Ping-Drivern führen.
Die geschmiedete Schlagfläche hat einen variablen Rollradius
Besserer Sound durch interne Rippenstruktur
Im Inneren des Kopfs befindet sich eine neue Rippenstruktur. Durch die Feinabstimmung der Frequenzen des Driver-Kopfs erzielt man einen verbesserten und angenehmen Klang im Treffmoment. Die Rippen verbessern zudem den Speed und stabilisieren sowohl die Krone als auch die Sohle.
Besserer Sound durch Rippen im Inneren des Kopfs
Draw, Neutral und Fade
Im Rücken des Schlägerkopfs befindet sich ein 22 Gramm schweres Gewicht aus hochdichtem Wolfram. Es kann in drei verschiedenen Positionen befestigt werden (Draw, Neutral und Fade). Dadurch lässt sich die Flugbahn des Balls horizontal um +/-6 Meter verändern, ohne dass dies zu Lasten des hohen Trägheitsmoments geht.
Das verschiebbare Tungsten-Gewicht des G430 LST wiegt 22 Gramm
Loft und Lie lassen sich anpassen
Der Hosel des Drivers hat acht Einstelloptionen, mit denen sich der Loft um +/-1,5 Grad verstellen lässt. Den Lie kann man gegenüber der Standardeinstellung bis zu drei Grad flacher einstellen. Beide Anpassungen dienen der Optimierung der Flugbahnen für maximale Distanz und Präzision.
Der Standardschaft ist ein Ping Alta CB (counter-balanced) Black 55, den es in den Flexen SR, R und S gibt. Dazu gibt es optional folgende Standardschäfte:
PING Tour 2.0 Chrome 65 (R, S, X)
PING Tour 2.0 Black 65 (S, X)
Mitsubishi Kai’Li White 60 (S, X)
PRJX HZRDUS Smoke Red RDX 50 (5.5, 6.0)
PRJX HZRDUS Smoke Red RDX 60 (5.5, 6.0, 6.5)
Die wichtigsten Merkmale im Überblick:
Erster Ping-Driver mit einer Karbon-Krone.
Flachere, dünnere Schlagfläche mit variabler Stärke ist elastischer und erzeugt höhere Ballgeschwindigkeiten.
Interne Rippenstruktur für verbesserten Klang.
Spinsistency-Technologie in der Schlagfläche sorgt für konstanteren Spin bei dünn getroffenen Bällen.
Variabel platzierbares Gewicht zur Ballflugoptimierung.
Verstellbarer Hosel zur Anpassung von Loft und Lie.
Große Auswahl an Standard- und Custom-Schäften.
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09.03.2023
Unser Test: Ping – G430 LST Golf-Driver 2023
Mit dem Ping G430 LST Driver bekommt man gewohnte Ping-Qualität, die Top-Performance liefert.
Wie schon bei der Vorgänger-Serie G425 mit dem Ping G425 LST Driver 2021 gibt es auch bei der G430-Serie einen LST-Driver. Dieser ermöglicht es in der Theorie Spielern mit höheren bzw. hohen Schwunggeschwindigkeiten durch weniger Spin noch mehr Länge zu erzielen. Und soviel schon vorweg – das sind keine leeren Versprechen.
LST steht für Low Spin Technology
Kompakteres Design als beim G430 Max
Mit 440 ccm Volumen ist der Kopf des LST um 20 ccm kleiner als der des Ping G430 Max Driver 2023. Stellt man beide Modelle nebeneinander, ist der Unterschied zu erkennen. Da der G430 LST aufgrund seiner Spieleigenschaften für bessere Spieler gedacht ist, kommt man mit dem kompakteren Kopf deren Wünschen entgegen. Die Gewichtsverteilung innerhalb des Kopfs erlaubt es zudem, wenn man die entsprechenden Fähigkeiten besitzt, den Ball mit bestimmten Flugkurven zu schlagen. Auch lässt sich feststellen, dass der Driver ausgesprochen gut in der Hand liegt.
Der Kopf des G430 LST (li.) ist kleiner und kompakter als der des G430 Max (re.)
Stimmig, aber „busy“
Steht der Ping G430 am Ball macht er eine gute Figur. Die Form und deren Proportionen passt und so baut sich schnell Vertrauen auf. Der Karbon-Anteil der Krone ist leicht abgesetzt und mit mit einer noppenartigen Struktur im hinteren Bereich versehen. Die Anordnung der Turbolatoren hilft, den Ball mittig vor dem Schlägerblatt zu zentrieren. Dennoch lässt sich feststellen, dass die Krone des Drivers ein wenig überfrachteterscheint.
Das hat in erster Linie mit den sehr „mächtigen“ Turbulatoren zu tun. Deren Dicke hat gegenüber dem G425 leicht zugenommen, sodass sie einem noch mehr auffallen. Echte Ping-Fans dürfte dies jedoch nicht stören und wem sie zunächst nicht gefallen, der wird sich, wie wir, schnell daran gewöhnen.
Die „mächtigen“ Turbulatoren fallen auf
LST (Low Spin Technology) hält, was sie verspricht
Wie eingangs erwähnt, mit dem G430 LST Driver ist es tatsächlich möglich, den Spin zu reduzieren. Gegenüber dem G430 Max sind das bei unserem Test bei nahezu identischer Schwunggeschwindigkeit immerhin knapp 600 rpm. Das wirkt sich im Vergleich zwar nicht auf die Carry-Länge aus, aber bei der Gesamtlänge kommt dann durch den längeren Rollweg ein Längengewinn gegenüber dem Max um sechs Meter heraus.
Die Energieübertragung auf den Ball passt auch, zumal man auch merkt, dass die Bälle Zug haben. Die Bälle haben mittelhohe bis hohe Flugkurven und irgendwie meint man, den geringeren Spin auch in der Flugphase erkennen zu können.
Der G430 LST generiert deutlich weniger Spin als der G430 Max
Je nach Qualität des Ballkontakts kommt der G430 LST entweder richtig knackig (Mitte) oder leicht metallisch (innen/außen) rüber. Alles in allem ist das Gefühl grundsolide. Der Klang überzeugt ebenfalls und ist deutlich angenehmer und bei weitem nicht so hell und metallisch wie beim Vorgänger.
Bei der Fehlertoleranz kann die LST-Version nicht unerwartet mit dem Level der Max-Version nicht mithalten, trotzdem bereitet es vergleichsweise wenig Probleme, die Bälle ins Spiel zu bringen. Beim Feedback und dem Gefühl im Treffmoment schneidet der LST unserer Meinung dagegen besser ab.
Ergebnismaximierung durch Anpassung
Um zu sehen, ob man aus dem Driver noch mehr herausholen kann, haben wir den Loft von 10,5 Grad auf 9 Grad reduziert und den Schaft mit R-Flex gegen einen mit S-Flex ausgetauscht. Und siehe da, das Ergebnis ist verblüffend: Bei annähernd gleicher Schwunggeschwindigkeit war der Spin um 400 rpm niedriger und der Ball flog im Durchschnitt 7 Meter carry weiter. Insgesamt zeigte sich ein Längengewinn von durchschnittlich 11 Meter.
Noch bessere Launch-Monitor-Daten nach der Veränderung des Lofts und des Schaftflexes
Damit wurde deutlich, dass der Ping G430 LST für die entsprechende Zielgruppe ein enormes Potenzial bereithält, das man durch ein fachmännisches Fitting herausholen kann. Zudem hat Ping bewiesen, dass man nicht nur Präzision und Komfort kann, sondern durch neue Technologien (Stichwort Carbonfly Wrap) auch Länge.
Und wer hinsichtlich der Flugkurven noch eine Anpassung nötig hat – auch dem kann geholfen werden, denn das Gewicht im hinteren Teil des Kopfs kann je nach Aufgabenstellung in der Position Draw, Neutral oder Fade befestigt werden.
Das Gewicht kann man an drei Positionen befestigen
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