Der Cobra Aerojet LS Driver ist ideal für erfahrene Spieler, die einen niedrigen Ballstart und wenig Spin für maximale Manövrierbarkeit und Kontrolle wollen.
Mit dem Cobra Aerojet LS Driver 2023 bringen die Amerikaner die sportlichste Variante der aktuellen Serie in die Shops. Zielgruppe sind für erfahrene Spieler, die einen niedrigen Ballstart und wenig Spin für maximale Manövrierbarkeit und Kontrolle wollen. Um dies zu erreichen, hat man sowohl an der Form als auch an der Effizienz der Energieübertragung gearbeitet. Beides führt zu höheren Schlägerkopfgeschwindigkeiten und damit einem höheren Balltempo.
Aerodynamische Form und Gewichtsverteilung
Im Vergleich zu anderen Drivern verfügt der Aerojet LS, der die prägnanteste aerodynamische Form der drei Aerojet-Modelle aufweist, über einen stromlinienförmigen Frontbereich. Die Form ist speziell für Spieler mit höheren Schwunggeschwindigkeiten entwickelt worden. Dazu kommt ein erhöhter hinterer Sohlenbereich. Die Karbon-Krone ist stärker gekrümmt und hat ihren höchsten Punkt möglichst weit von der Schlagfläche entfernt.
Das Profil des Aerojet LS Driver ist aerodynamisch auf hohe Schwunggeschwindigkeiten optimiert
Mehrteilige Konstruktion
Der Kopf des Aerojet LS ist aus mehreren Teilen zusammengesetzt. Eine Karbonstruktur, die 30 Prozent dünner ist als normale Karbonstrukturen, kommt in einem unbehandelten Finish sowohl in der Krone als auch in der Sohle zum Einsatz. So kann eingespartes Gewicht tiefer im Schlägerkopf positioniert und damit der Schwerpunkt effektiv gesenkt werden. Das Ergebnis sind verbesserte Abflug- und Spin-Eigenschaften.
Der Kopf ist eine Multi-Material-Konstruktion
PWR-Bridge für mehr Speed
Um den Schwerpunkt für maximale Geschwindigkeit nach vorne und für weniger Spin nach unten zu verlagern hat man sich die PWR-Bridge ausgedacht. Dabei handelt es sich um ein 13 Gramm schweres „schwebendes“ Gewicht mit einer Brückenstruktur im vorderen unteren Teil des Schlägerkopfs. Sie verbessert durch die größere Flexibilität von Schlagfläche und Sohle die Energieübertragung auf den Ball.
PWR-Bridge: Gewicht mit Brückenstruktur zur Verbesserung der Energieübertragung auf den Ball
Pwrshell-Schlagfläche
Durch das schwebende PWR-Bridge-Design schaffte man Platz für das Pwrshell Face Insert, das erstmalig in einem Cobra-Driver zum Einsatz kommt. Es vergrößert die Sweet Zone und sorgt somit für höhere Ballgeschwindigkeiten über die gesamte Schlagfläche.
In Verbindung mit Pwrshell verfügt das Schlagflächen-Insert über ein neues H.O.T. Face Muster mit variabler Stärke. Das Muster hat mehrere Zonen mit optimierter Stärke und Form und wurde mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz entwickelt. Laut Hersteller gewährleistet die Schlagflächenstruktur eine effizientere Geschwindigkeit und optimalen Spin über die gesamte Schlagfläche.
Pwrshell Face Insert für effizientere Geschwindigkeit und oprimalen Spin
Fine-Tuning mit Sohlengewichten
Für das Fein-Tuning hat man zwei Gewichte in der Sohle (12 und 3 Gramm schwer) angebracht. Sie sind in Richtung Ferse und Spitze positioniert, um eine neutrale bis Fade-Flugkurve für den sportlichen Spieler zu erzielen. Bei Bedarf kann die Position der Gewichte ausgetauscht werden.
Zwei Gewichte in der Sohle ermöglichen eine Feinabstimmung des Drivers
Die wichtigsten Merkmale im Überblick:
Aerodynamische Kopfform, abgestimmt auf höhere Schwunggeschwindigkeiten.
Dünne Karbon-Komponenten in der Sohle und Krone.
Schlagfläche mit Pwrshell L-Cup Design und H.O.T. Face Technologie.
Internes PWR-Bridge Gewicht erhöht Flexibilität von Schlagfläche und Sohle für höhere Ballgeschwindigkeiten.
Austauschbare Sohlengewichte für ein Fine-Tuning der Abflugbedingungen und Ballflugkurven.
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31.03.2023
Unser Test: Cobra – Aerojet LS Golf-Driver 2023
Für beste Performance mit dem Cobra Aerojet LS Driver braucht es hohe Schwunggeschwindigkeiten.
In der Ansprechposition ähnelt der Aerojet LS stark einem TaylorMade-Driver – was ja kein Nachteil ist. Er steht gut am Ball, hat eine glänzende, schwarze Karbon-Krone, deren Maserung gut sichtbar ist und eine leicht abgesetzte Top-Line. Diese hilft im Zusammenspiel mit dem Cobra-Logo bei der Ausrichtung, da der Übergang zur Schlagfläche nicht wirklich kontrastreich ist. Die dezenten grafischen Elemente im Außenbereich der Krone runden das ansprechende Gesamtbild ab.
Stimmig und unaufgeregt zeigt sich der Aerojet LD Driver am Ball
Same same, but different
Zwar unterscheidet sich die LS-Version des Modells (jeweils links im Bild unten) in der Ansprechposition kaum vom Standard-Modell, aber im Profil sieht man die Unterschiede deutlich. Die LS-Sohle steigt deutlich stärker an und sorgt dadurch für ein aerodynamisches Verhalten, das für höhere Schwunggeschwindigkeiten optimiert ist. Und in unserem Test zeigt sich auch, dass das Modell für eine optimale Performance wirklich Speed benötigt. Nur dann kann es seine Performance-Eigenschaften voll zur Geltung bringen.
Von oben sind kaum Unterschiede der beiden Varianten zu sehen. Diese zeigen sich beim Blick auf das Profil
Karbon und Gewichte
Der hohe Karbon-Anteilin der Krone und Sohle ermöglicht es, die Gewichtung des Schlägers auf die Bedürfnisse von Spielern mit hohen Schwunggeschwindigkeiten abzustimmen. Dazu hat man beim Cobra Aerojet LS Driver zwei Gewichte nahe der Schlagfläche platziert, um den Schwerpunkt nach vorne zu verlagern und den Spin zu verringern.
Erstaunlicherweise zeigt sich im Test, dass der LS mit R-Flex-Schaft jedoch höhere Spin-Raten erzielt als die Standardversion mit R-Flex (knapp 300 rpm). Auch fliegen die Bälle im Schnitt einen Tick höher (knapp drei Meter). Die Carry-Längen sind nahezu identisch, allerdings hat die Standardversion bei der Gesamtlänge die Nase um circa sechs Meter vorne.
Der Klang sowie das Gefühl im Treffmoment überzeugen, und man merkt durchaus, dass die Bälle das Schlägerblatt mit Zug verlassen. Der Treffmoment ist am besten mit solide und knackig beschrieben und es bleibt festzustellen, dass er sich sehr angenehm anfühlt. Erfreulich ist die ziemlich geringe seitliche Streuung, obwohl das Handling des Schlägers etwas anspruchsvoller als das des Standard-Aerojets ist.
Bei einer LS- (Low Spin) Variante hätte man weniger Spin erwartet
Vergleich mit S-Flex-Schaft
Um zu sehen, ob und wie sich die Daten mit einem Schaftaustausch verändern, haben wir diese zusätzlich mit einem S-Flex-Schaft aufgezeichnet. Und siehe da – der Spin ging runter (ca. 300 rpm) und Carry- und Gesamtlänge legten etwas zu. Allerdings gehen diese Pluspunkte ein wenig zulasten der Präzision. Durch die Veränderung des Schaftflexes sind diese Daten nahezu deckungsgleich mit denen des „normalen“ Aerojet-Drivers mit R-Flex.
Diese Launch-Monitor-Daten sind nahezu deckungsgleich mit denen des „normalen“ Aerojet-Drivers
Als Erkenntnis bleibt, dass mit einem Fitting sicherlich noch bessere Daten möglich sind, die das Potenzial des Drivers besser ausschöpfen. Zumindest lässt sich dies annehmen, da bereits die Veränderung des Schaft-Flexes zur Annäherung an das Optimum beiträgt.
Kraftpaket, das Speed benötigt
Ganz klar ist, dass der Cobra Aerojet LS Driver am besten geeignet ist, wenn man hohe Schwunggeschwindigkeiten (>100 mph) generiert. Dazu ist unbedingt ein konstanter Schwung notwendig, da das Modell durchaus anspruchsvoll im Handling ist. Wer beides hat, der ist mit diesem Schläger sicher gut beraten und bekommt eine veritable (und günstigere) Alternative zu den Modellen der Platzhirsche TaylorMade, Titleist und Callaway.
Cobra Aerojet LS – ein Driver für Schnellschwinger
Unser Fazit
Ähnlich der Standard-Version nur anspruchsvoller.
PRO
Form
Gefühl im Treffmoment
Verhältnis Preis - Leistung
Bringt Druck auf den Ball
CONTRA
Kaum Unterschied zum Standard-Aerojet Driver
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Der Gewinner der australischen Amateurmeisterschaft von 1961, Thomas L. Crow wollte seine Leidenschaft für den Golfsport im Schlägerbau verwirklichen. Und so fing er damit an einzelne Schläger, nach Vorlieben der Amerikaner, individuell auf den einzelnen Golfspieler anzupassen.
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