Kaufberatung Hybrid/Driving Iron

Von: Alexander Huchel, 18.8.2019

 

Hybrids oder Driving-Irons sind das Bindeglied von den Eisen zu den Hölzern. Daher ist es ganz besonders wichtig, darauf zu achten, dass sie perfekt in die Schlägerauswahl passen. Lesen Sie diese Golf Kaufberatung für Hybrid/Driving Iron und Sie wissen, was wir meinen.

Das sollten Sie unbedingt wissen

Schaut man im Lexikon unter Hybrid nach steht dort sinngemäß „etwas, das zwei unterschiedliche Elemente kombiniert“. Kein Wunder also, dass ein Hybrid- oder Rescue-Schläger eine Kombination von langem Eisen und Fairway-Holz ist.

Jahrzehnte kämpften Golfer mit ihren Fairway-Hölzern und langen Eisen Grüns aus dem Rough zu treffen oder den Ball schnell aus großer Distanz auf dem Grün zum Halten zu bringen. Da Not ja bekanntlich erfinderisch macht, setzten sich die Hersteller hin und begannen darüber nachzudenken, wie man das besser schaffen könne. Und so kam es zur Entwicklung der heute als Hybrids bzw. Rescue bekannten Schlägerkategorie.

Viele Hersteller bieten mittlerweile Eisen-Sets von 5-PW an, und ermöglichen es den Golfern dadurch, mit einem, zwei oder sogar drei Hybrids die Lücke zum Fairway-Holz zu füllen. Aussehen und Performance dieser Schläger variieren teilweise erheblich und sind maßgeblich davon geprägt, für welchen Spieler sie designt sind.

 

 

Die Anfänge der Hybrids datieren bereits aus dem Jahr 1973. Das seinerzeit von Stan Thompson erfundene Modell hieß Ginty, hatte einen kleinen, kompakten Kopf und eine auffallende Sohlenplatte in der Form eines V und wurde als Utility Wood angepriesen. Ab Mitte der 1990er-Jahre gehörte diese Schlägervariante zum festen Bestandteil der Golfausrüstung nahezu aller Hersteller. Allerdings dauerte es noch ein paar Jahre bis sie sich auch wirklich im Markt durchsetzten.

 

 

Der Durchbruch kam 1999 und 2000 als TaylorMade das FireSole Rescue und Kasco das K2K präsentierten.

 

 

 

Die nachfolgenden Informationen erklären, was ein Hybrid ist und wie Sie das Richtige für sich finden.

 

Hybrid/Rescue

Die meisten Hybrids haben eine holz-ähnliche Kopfform und werden heutzutage auch gerne als Utility- oder Rescue-Clubs bezeichnet. Mit dem länglichen, hohlen Kopf ist es deutlich leichter Bälle von hartem Boden zu schlagen als mit einem Fairway-Holz oder einem langen Eisen. Da der Hybrid-Kopf auch kleiner ist, verringert sich die Gefahr, dass er beim Schlag aus dem Rough im Gras hängen bleibt. Dadurch verbessern sich der Ballkontakt und die Kontrolle gegenüber dem Fairway-Holz oder dem langen Eisen erheblich.

 

 

 

Generell generieren Hybrids aufgrund ihres Designs weniger Backspin als Fairway-Hölzer aber mehr als Eisen. Dadurch bleiben die Bälle schneller auf dem Grün liegen als mit einem langen Eisen. Das ist vor allem für Golfer mit geringeren Schlägerkopfgeschwindigkeiten eine gute Nachricht.

 

Das Kopf-Design von Hybrids ist auch sehr gut für Schläge aus speziellen Lagen rund ums Grün geeignet. Dank der größeren Fehlertoleranz gegenüber Eisen kann man damit beispielsweise Schläge aus dem Vorgrün besser kontrollieren, wenn man den Ball flach in Richtung Loch rollen lässt. Manch einer mag sich vielleicht noch an Todd Hamilton erinnern, der bei der British Open 2004 durch seine zahlreichen Hybrid-Chips im kurzen Spiel brillierte und sich dadurch den Major-Titel im Stechen gegen Ernie Els sicherte.

 

Loft

Da Hybrids vorwiegend als Alternative zu den langen Eisen eingesetzt werden, sind sich die Lofts ziemlich ähnlich. Die meisten Hybrids werden mit Lofts zwischen 18 und 17 Grad angeboten. Es gibt allerdings auch Hybrid-Eisen-Mischsätze bei denen Hybrids mit mehr Loft integriert sind, um mittlere Eisen zu ersetzen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Max-Combo-Satz von Cobra aus dem Jahr 2016.

 

 

Schaft

Maßgeblichen Einfluss auf die Schlaglänge haben auch der Schaft-Flex und die Schaftlänge. Um bestmögliche Resultate zu bekommen, sind Hybrids daher ohne Ausnahme mit einem Graphitschaft ausgestattet. Er ist leichter als ein Stahlschaft und ermöglicht daher größere Weiten.

Richtig interessant wird es allerdings bei der Schaftlänge. So gab es vor einigen Jahren noch größere Unterschiede von Hersteller zu Hersteller. Den Kombinationen waren keine Grenzen gesetzt, und so gab es beispielsweise Hybrids mit weniger Loft und kürzeren Schäften und auch solche mit mehr Loft und längeren Schäften. Mittlerweile haben sich die Hersteller jedoch angenähert und bieten Hybrids mit annähernd gleichen Spezifikationen hinsichtlich der Kombi Schaftlänge-Loft an. Die Schäfte der Hybrids sind bei gleichem Loft wie bei einem Fairway-Holz circa vier bis sechs Zentimeter kürzer.

Die kürzeren Schäfte führen zu mehr Kontrolle bei allen Schlägen. Dadurch verbessern sich auch meist die Schlagergebnisse.

 

 

Anpassbarkeit

Wie bei Drivern und Fairway-Hölzern, so gibt es auch anpassbare Hybrids. Allerdings gibt es Unterschiede von Hersteller zu Hersteller. Einige (z.B. Bridgestone und Srixon) verzichten bisher völlig auf Anpassoptionen, andere (u.a. TaylorMade, Callaway, Wilson) bieten Modelle mit und ohne an, und Ping hat nach dem bisherigen Verzicht darauf 2019 erstmals ein Hybrid (G410) mit Verstellmöglichkeiten im Programm. Titleist bietet dagegen seit einigen Jahren ausschließlich anpassbare Hybrids an. Hier ist man sich offensichtlich nicht ganz einig, ob es diese Technologie für das Fine-Tuning braucht, um die Performance zu verbessern.

 

Die Anpassoptionen ermöglichen entweder die Position des Schlägerblatts in der Ansprechposition (geschlossen, neutral, offen) oder die Neigung des Schlägerblatts (Loft) zu verändern. Es gibt aber auch immer wieder Modelle, bei denen die Möglichkeit besteht, durch das Austauschen bzw. Verschieben von Gewichten in der Sohle, die Position des Schwerpunkts zu verändern.

 

 

Driving Iron 

Die Idee, die hinter dieser Schlägerart steckt und auch Utility-Club (UT) oder Crossover genannt wird, erklärt sich von selbst: Ein Eisen, das primär vom Tee eingesetzt wird. Sein Design unterstützt eine flache Flugkurve des Balls mit wenig Spin. Zielgruppe dieses Schlägers sind meist Spieler mit höheren Schlägerkopfgeschwindigkeiten wie Tour-Pros oder einstellige Amateure.

 

Design

Typischerweise handelt es sich bei einem Driving Iron um eine Variante eines langen Eisens mit einem größeren Schlägerkopf, der fehlerverzeihender ist. Meist haben diese Schläger einen hohlen Kopf oder ein Cavity-back-Design. Die Kopfform unterstützt einen Ballflug mit wenig Spin, der zudem länger ist als der eines Eisens, da der Ball flacher fliegt und weiter rollt. Zudem wird diesen Schlägern eine höhere Präzision zugeschrieben als einem Hybrid mit einer holz-ähnlichen Kopfform.

 

Aufgrund dieser Eigenschaften sind Driving Irons perfekt geeignet für Schläge von hartem Boden auf Links-Plätzen oder auf kürzeren Plätzen, auf denen es eher um Genauigkeit bei den Schlägen vom Tee geht. Andererseits sind sie weniger geeignet, wenn es darum geht, die Bälle weich auf einem Grün landen zu lassen, damit sie schnell liegen bleiben.

 

Loft

Die Mehrheit der Driving Irons haben Lofts zwischen 16 und 22 Grad. Diese ähneln denen der traditionellen Eisen 1, 2 oder 3. Allerdings bieten einige Hersteller auch welche mit mehr Loft an, die eher einem Eisen 4 oder 5 entsprechen.

Schaft

Im Gegensatz zu Hybrids, die mit einem Graphitschaft ausgestattet sind, haben die Driving Irons meist einen Stahlschaft. Dieser ist nicht so flexibel wie ein Graphitschaft, und somit haben Schläge mit einem Stahlschft geringere Abweichungen. Andererseits braucht es bei einem schwereren, steiferen Stahlschaft höhere Schlägerkopfgeschwindigkeiten, damit dessen Vorteile auch wirklich zum Tragen kommen.

 

Hybrid oder Driving Iron?

 

Da die Schlaglängenunterschiede zwischen Fairway-Hölzern und Eisen in den letzten Jahren immer größer wurden, braucht man Schläger, die diese Lücke füllen. Bleibt die Frage, ob das mit Hybrids oder Driving Irons geschehen soll.

Wofür Sie sich entscheiden, hängt stark davon ab, wann und wo Sie den/die Schläger einsetzen wollen.

Wollen Sie den Schläger hauptsächlich vom Tee einsetzen und haben nichts dagegen, wenn der Ball flacher fliegt, sollte die Wahl auf ein Driving Iron fallen. Spieler mit hohen Schwunggeschwindigkeiten, können ein Driving Iron durchaus auch für Schläge ins Grün verwenden, da sie genügend Ballgeschwindigkeit generieren, damit dieser hoch fliegt und schnell auf dem Grün liegen bleibt.

Wer allerdings einen Schläger für längere Schläge ins Grün sucht, der sich leichter spielt als ein langes Eisen und mehr Spin generiert als dieses, sollte sich für ein Hybrid entscheiden.

Hier noch ein erläuterndes Video, das zeigt, wodurch sich die beiden Schläger unterscheiden und wie man bei Ping dieses Thema angeht.

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