Im Jahr 2001 brachte Callaway mit dem C4 bereits einen Driver mit einer Karbonschlagfläche auf den Markt. Jedoch hielt sich der Erfolg des Modells in Grenzen und seitdem hat es bis auf das limitierte TaylorMade-Modell „Gloire Reserve“ in Japan 2013 keine weiteren Modelle mit einer derartigen Schlagfläche gegeben. Das hat sich nun mit dem TaylorMade Stealth Driver geändert.
Callaways C4 Driver war das erste Modell mit einer Karbonschlagfläche
Beginn des Carbonwood-Zeitalters
Doch dies ändert sich laut TaylorMade ab jetzt, denn das Unternehmen erklärt das Titanium-Zeitalter (für Driver) für beendet und hat angekündigt, alle zukünftigen Driver-Modelle mit einer Karbonschlagfläche auszustatten und damit das Carbonwood-Zeitalter einzuläuten. Die Entwicklung bis zu der nun präsentierten Stealth-Serie hat laut TaylorMade 20 Jahre gedauert.
Die in einem auffälligen rot gehaltene Schlagfläche beim neuen Stealth Driver besteht aus 60 einzelnen Karbonschichten und hat die bewährte Twist-Face-Kontur (60X Carbon Twist Face).
Die Schlagfläche besteht aus 60 Lagen Karbonfasern
Die Schichten hat man strategisch so angeordnet, dass dieEnergieübertragung im Treffmoment optimiert wird.
Verbesserte Energieübertragung auf den Ball durch eine Karbonschlagfläche
Durch den Einsatz von Karbon konnte das Gewicht der Schlagfläche um 40 Prozent von 43 Gramm auf 26 Gramm reduziert werden. Sie ist um 11 Prozent größer als die der TaylorMade SIM2 Modelle und um fast 20 Prozent größer als die der SIM Modelle aus dem Jahr 2020. Durch die Gewichtseinsparung und die Vergrößerung konnten bessere Spieler mit höheren Schwunggeschwindigkeiten bei Tests die Ballgeschwindigkeit beim TaylorMade Stealth im Vergleich zu den SIM2 Drivern deutlich steigern.
Reibung durch Nanotextur-Beschichtung
Um die ideale Intensität der Reibung zwischen der Schlagfläche und dem Ball im Treffmoment zu erzeugen und den optimalen Spin bei trockenen und nassen Bedingungen zu gewährleisten, hat man die Schlagfläche mit einer innovativen Nanotextur-Beschichtung und durchgängigen Rillen versehen.
Nanotextur-Beschichtung und durchgängige Rillen sorgen für optimalen Spin bei Trockenheit und Nässe
Durch eine präzise Feinabstimmung ist es den TM-Ingenieuren zudem gelungen, dem TaylorMade Stealth Driver ein helles, kraftvolles Klang- und Gefühlsprofil zu verleihen, das den hohen Standards der TM-Driver der letzten Jahre entspricht.
Trotz einer größeren Schlagfläche nimmt die Schlägerkopfgeschwindigkeit beim TaylorMade Stealth nicht ab. Der asymmetrische Trägheitsgenerator sorgt für beste Aerodynamik in der kritischsten Phase des Schwungs – vom Abschwung bis zum Moment kurz vor dem Impact.
Beste Aerodynamik trotz einer größeren Schlagfläche
Bewährtes vervollständigt die Performance
Um die Performance des Golfschlägers zu optimieren setzt man auf die bewährte ultraflexible Thru-Slot Speed Pocket im vorderen Bereich der Sohle. Sie sorgt für höhere Ballgeschwindigkeiten und eine höhere Fehlertoleranz, wenn man diesen mit dem unteren Bereich der Schlagfläche trifft. Der Loft-Sleeve Hosel ermöglicht das Fein-Tuning hinsichtlich Loft und Lie.
Für SpielerInnen, die mit dem Slice kämpfen, gibt es alternativ den Stealth HD (High Draw) mit etwas mehr Gewicht in Richtung Ferse. Er hat das höchste Trägheitsmoment (MOI) in der Stealth-Driver Familie und eine ähnliche Backspin-Performance wie der Stealth.
Den Stealth HD Driver gibt es für Herren (li.) und Damen (re.)
Beide Stealth Driver kommen am 4. Februar in den Handel.
Die wichtigsten Merkmale im Überblick:
leichte 60X Carbon Twist Face Schlagfläche
Größerer Golfschlägerkopf trotz geringerem Gewicht für eine bessere Energieübertragung und schnelle Ballgeschwindigkeiten für optimale Distanz und hohe Fehlerverzeihung
Nanotextur-Beschichtung: Polyurethanhülle mit revolutionärer Nanotextur-Technologie für Feinabstimmung von Ballstart und Spin und eine optimale Weite
High Moi Design: Optimierte Gewichtsverteilung für ein höheres Trägheitsmoment
Asymmetrischer Trägheitsgenerator für bessere aerodynamische Eigenschaften: Sohlendesign, das die Schwunggeschwindigkeit beim Abschwung optimiert
Thru-Slot Speed Pocket: Maximiert Ballgeschwindigkeiten und bietet zusätzliche Fehlerverzeihung bei weit unten auf der Schlagfläche getroffenen Bällen
Launch und Spin: mittelhoher Start und mittel-niedriger Spin
Neutrales Flugverhalten
Griff: Lamkin Crossline Blk/ Red 50 g 0.600 Round
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02.04.2022
Unser Test: TaylorMade – Stealth Golf-Driver 2022
Der TaylorMade Stealth Driver kann die hohen Erwartungen nur bedingt erfüllen.
Eines muss man TaylorMade lassen – die Carlsbader machen optisch wirklich ansprechende Driver. Und da ist der Stealth keine Ausnahme, wie sich bei unserem Test schon vor dem ersten Schlag zeigte. In der Form setzt man auf Bewährtes und so präsentiert sich die neue Abschlagwaffe mit ihrem tropfenförmigen Kopf sehr stimmig und ansprechend.
Der Schläger ist mattschwarz lackiert und damit etwas klassischer ausgerichtet als seine Vorgänger SIM und SIM2, bei denen Weiß noch im Spiel war. Das weiße TM-Logo als Ansprechhilfe erfüllt seinen Zweck, unterstützt durch den Farbkontrast der Top-Line zur roten Schlagfläche.
Schnörkellos und sehr gefällig
Ausgewogen und stimmig
Der Driver liegt ausgesprochen gut in der Hand, schafft Vertrauen und vermittelt ein wirklich gutes Gefühl in der Ansprechposition. Für ein ruhigeres Erscheinungsbild verzichtet man auch fast gänzlich auf das Durchscheinen der Karbonfasern. Auch der Stealth-Schriftzug ist kaum zu erkennen. Der gesamte Auftritt mag vor allem Anhängern einer klassischen Optik gefallen.
Die Karbon-Maserung ist nur ganz dezent zu erkennen
Beschichte Schlagfläche
Für optimale Spin-Raten hat man die Karbon-Schlagfläche mit einer Nanotextur beschichtet, die sich ein wenig „gummiartig“ anfühlt, wenn man mit dem Finger darüberstreicht.
Die Schlagflächenbeschichtung fühlt sich leicht gummiartig an
Schön stabil – TaylorMade Stealth
Wie die SIM-Driver so hat auch der TaylorMade Stealth Test Driver 2022 ein Gewicht im hinteren Bereich des Kopfs, das ihm eine hohe Stabilität durch den Treffmoment verleiht. Es hält die Bälle in der Spur, sodass man sich über Schläge mit wenig Abweichung freuen kann.
Spurtreue durch das Gewicht im Kopf
Mehr Ballspeed?
Durch die Karbonschlagfläche soll laut TaylorMade der Ballspeed erhöht werden, wodurch längere Schläge möglich sind. Unser Test zeigt jedoch, dass man hier keine Wunder erwarten darf. Ja, die Energieübertragung ist ok, aber von einem deutlichen „Mehr“ kann keine Rede sein. Erstaunlich ist dagegen, dass die Spin-Raten auch bei gutem Ballkontakt (Smash 1.46) mitunter sehr hoch sind (über 4.000 rpm) – siehe Schlag 2. Nähern sich die Launch-Parameter dagegen dem Optimum (Schlag 3), geht die Post ab. Aber auch hier sei erwähnt, dass keine überdurchschnittlichen Längenzuwächse zu erwarten sind, sondern sich die erzielte Länge im oberen Normbereich bewegt.
Solide, aber keineswegs wegweisende Daten
Verbesserter Touch – TaylorMade Stealth Driver
Driver mit Karbon-Schlagfläche sind ja keineswegs neu, aber die bisherigen Versuche konnten beim Gefühl und Feedback nicht überzeugen. Der Stealth ist hier schon ein Quantensprung, denn das Gefühl im Treffmoment ist deutlich direkter als bei früheren Modellen. Zwar kommt der Treffmoment etwas dumpf rüber, dazu gibt es einen leicht metallischen Klang, aber die TM-Ingenieure haben wirklich gute Arbeit geleistet, um den Driver den heutigen Ansprüchen gerecht werden zu lassen. Das Feedback ist ok und durchaus mit dem des SIM2 Max vergleichbar. Auch bei Spielkomfort und Fehlertoleranz sind keine Unterschiede zum Vorgänger feststellbar.
Die neue Schlagfläche ist innovativ, bringt aber keine nennenswerten Vorteile
Am Ende des Tests bleibt die Erkenntnis, dass es TaylorMade wieder einmal gelungen ist, technologisch einen Entwicklungsschritt gemacht zu haben und man damit vielleicht zum Vorreiter einer Neuerung wird. Jedoch zeigen sich Stand heute noch keine gravierenden Performance-Vorteile, die eine Preiserhöhung um 100 Euro rechtfertigen.
Es wird sich zeigen, wie die neue Technologie weiterentwickelt wird. Sollte in diesem Zuge wieder mehr Karbon in der Sohle zum Einsatz kommen (siehe SIM 2), ist nicht auszuschließen, dass man sich nicht nur entwicklungstechnisch, sondern auch bei der Performance von der Konkurrenz abhebt und dann den großen Erwartungen in größerem Maße gerecht wird.
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Über die Golfmarke
TaylorMade
Gary Adams, Sohn eines Golfpros, gründete die Firma 1979 als Ein-Mann-Unternehmen. Im gleichen Jahr brachte er mit dem von ihm entworfenen »Metalwood 1« ein Holz aus Metall auf den Markt. Das Modell schlug ein wie eine Bombe und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Persimmon-Hölzer verschwanden.
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