Testbericht
Top-Spieler sind die Zielgruppe der P-7MB Eisen, und wer das Spiel wirklich beherrscht, hat auch berechtigterweise Top-Ansprüche. Und hier kann das neue TM-Set im Test selbst die höchsten Ansprüche befriedigen.
Das geht schon bei der Optik los, die ausgesprochen gut gelungen ist. Das Set sieht echt „geil“ aus und durch die leichten Kanten in der Golfschlägerrückseite und die unterschiedlichen Schattierungen des Finish, reflektiert das Licht in unterschiedlichen Variationen.
An den Ball gestellt sieht man ein echtes Blade mit nahezu keinem Offset, einer dünnen Top-Line und einem sehr kompakten Blatt. Und weil man ganz und gar klassisch ist, verzichtet man auch auf eine weiße Einfärbung der untersten Rille. Die bei der Ausrichtung hilfreich sein kann.
Das Set steht ohne Frage für die ultimative Sportlichkeit, verpackt in ein modernes, puristisches Design.
Der geschmiedete 1025-Karbon-Stahl sorgt im Test bei jedem Schlag für ein Feedback und ein Schlaggefühl das nur ganz wenige Eisen-Sets bieten können. Daher könnte man auch mit verbundenen Augen sofort sagen, was der Ball gemacht hat und wo er gelandet ist. Nachteil davon ist allerdings, dass es nahezu keinen Spielraum für Fehler gibt und das Schlagergebnis zu 100 Prozent von der Qualität des Ballkontakts bestimmt wird.
Durch die hinter dem Sweetspot zentrierte Masse ist es Spielern mit den entsprechenden Fähigkeiten auch gut möglich, die Bälle bewusst mit unterschiedlichen Flugkurven zu spielen. Hinsichtlich der Abweichung vom Ziel nach links und rechts zeigte sich das Set durchaus verlässlich. Auffallend war allerdings, dass schlecht getroffene Bälle deutlich kürzer flogen.
Aufgrund der klassischen Lofts zeigte sich auch kein Längengewinn, aber das steht ja auch nicht auf der Agenda.
Eisen im Detail
Bis zum Eisen 6 sind die Golfschläger auch für geübte höhere Single-Handicapper noch gut zu bewegen, aber bei den Eisen 5, 4 und 3 trennt sich die Spreu vom Weizen gnadenlos. Vor allem dann, wenn man auch noch aus dem Rough spielen muss, werden einem schnell die Grenzen aufgezeigt. Da geht ohne den notwendigen Speed und Ballkontakt nicht mehr viel.
Bemerkenswert ist auch, wie viel Backspin man mit den mittleren und kurzen Eisen erzielen kann. Vor allem bei PW, Eisen 9 und 8 ist daher die Spin-Kontrolle eminent wichtig, will man nicht Opfer von zu viel Backspin werden.
Am Ende des Tests bleibt die Erkenntnis, dass es ein echtes Erlebnis ist, dieses unvergleichlich weiche, solide Gefühl im Treffmoment und Feedback zu spüren. Allerdings zeigt sich das P-7MB schonungslos beim Aufzeigen der Defizite.
Die kurzen Eisen (8-PW) können auch bei höheren Single-Handicaps durch ihre Performance und Kontrolle zur Verbesserung des Spiels beitragen, aber alle anderen Mitglieder des Sets sollten den Top-Amateuren und Pros vorbehalten sein.
Aber zum Glück gibt es ja noch die P-7MC und P770 Eisen, mit denen sich dieses ultimative Player’s Eisen bestens kombinieren lässt.
Weitere Golfschläger und Serien finden Sie unter TaylorMade >
Unser Fazit
Tolles Set für eine kleine Zielgruppe mit hohen Ansprüchen und fehlerlosem Schwung.
PRO
- Optik
- Flugbahnkontrolle
- Gefühl im Treffmoment
- Sportlichkeit
CONTRA
- Sehr anspruchsvoll
- Längenverlust bei schlechtem Ballkontakt
- Kaum neue Technologien, dafür aber nicht gerade günstig
Wir freuen uns auf
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