Für 2024 haben die Japaner die Mizuno M.Craft OMOI-Serie um drei Modelle erweitert. Wie die drei Ende 2022 vorgestellten Varianten sind sie geschmiedet und CNC-gefräst aus hochwertigem 1025-Karbonstahl. Unter Verwendung bewährter Elemente vorangegangener M.Craft-Modelle verfügen die OMOI-Putter jedoch über ein höheres Kopfgewicht, das für ein höheres Trägheitsmoment (MOI) und somit eine verbesserte Stabilität sorgt.
Das höhere Kopfgewicht balnciert man durch einen leichteren Griff und einen leichteren Schaft aus, um so den Schwerpunkt des Schlägers zu verschieben. Diese Kombination hilft, die Schlagflächenrotation während des Putts zu kontrollieren.
Neben der Mallet-Version OMOI 5 mit mittigem Schaft gibt es noch eine Blade-Version (OMOI 4) und eine mit Flügeldesign (OMOI 6).
Die wichtigsten Merkmale im Überblick:
3 Finish-Varianten: Die neuen Modelle gibt es in drei Finish- bzw. Farbvarianten (New Double Nickel, Blue ION oder Black ION). Somit dürfte für jeden etwas dabei sein!
Die drei Finish-Varianten im Überblick
Zusätzliche Gewichte für Feinabstimmung des Schwunggewichts: Standardmäßig befinden sich zwei acht Gramm schwere Gewichte in der Sohle. Diese kann jedoch bei Bedarf durch die mitgelieferten Paare von 3 Gramm und 13 Gramm austauschen.
Zwei Sohlengewichte sind charakteristisch
Kontrollierte Schlagflächenrotation: Die Platzierung eines größeren Teils des Gesamtgewichts im Kopf erleichtert eine kontrollierte Schlagflächenrotation im Impact.
CNC-gefräste Schlagfläche: Für unglaubliche Präzision und ein überragendes Gefühl im Treffmoment hat man das Schlägerblatt CNC-gefräst. Darüber hinaus unterstützt dieses Verfahren einen treuen Roll.
Deutlich sind die Fräsrillen im Schlägerblatt (des OMOI 5) zu erkennen
Varianten M.Craft OMOI 4 und 6: Der M.Craft OMOI 4 hat ein etwas verbreitertes Blade-Design, einen Plumber-Neck-Hosel und 40 Grad Toe-Hang.
Infos zum Mizuno M.Craft OMOI 4 Putter
Der M.Craft OMOI 6 dagegen fällt durch sein Flügeldesign und seinen kurzen Slant-Hosel auf. Er hat 30 Grad Toe-Hang.
Der uns zur Verfügung gestellte Mizuno M.Craft OMOI 6 Putter mit Blue ION-Finish hat ein höheres Kopfgewicht als vergleichbare Mallet-Modelle. Allerdings zeigt sich im Verlauf des Tests, dass er damit eine präzise Kontrolle bei Putts über alle Distanzen hinweg ermöglicht.
Design und Optik
Wie Modelle von zahlreichen anderen Herstellern hat der Putter ein ansprechendes Flügeldesign mit einem kompakten Kopf, der durchaus Parallelen zum Odyssey #7 aufweist. Die blaue Lackierung mit Patina-Look, sowie der dunkelblaue Flansch-Mittelteil fügen sich zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. Der kurze Slant-Hosel ermöglicht eine kompakte Verbindung zwischen den Händen und dem Kopf. Der dadurch entstehende Toe-Hang macht diesen Putter besonders für SpielerInnen mit einer gebogenen Schwungbahn attraktiv.
Der OMOI 6 steht kompakt und stimmig am Ball
Unerwähnt bleiben sollte nicht, dass sich die schwarze Ausrichtlinie nicht sonderlich abhebt. Hier wäre sicherlich eine andere Farbe (Weiß) von Vorteil, um mehr Kontrast zu erzeugen.
Eine andere Farbwahl als Schwarz für die Ausrichtlinie brächte mehr Kontrast
Kleiner Kopf mit hoher Stabilität
Die kompakte Kopfgröße fällt vor allem dann auf, wenn man den Mizuno M.Craft OMOI 6 mit anderen „Flügel-Puttern“ vergleicht – in diesem Fall mit dem Wilson Infinite Bucktown, der sicherlich das andere Extrem bietet. Im Test erweist sich die Kombination von hohem Gewicht und kleiner Größe jedoch als wirklich vorteilhaft, denn der Putter überzeugt mit einer ausgesprochen hohen Stabilität durch den Treffmoment.
Deutlich ist der Größenunterschied zum Wilson Infinite Bucktown zu sehen
Dieser Putter unterstützt durch das etwas höhere Gewicht eine kürzere und ausgesprochen gut kontrollierbare Pendelbewegung, was besonders bei längeren Putts von Vorteil ist. Die Performance bei kurzen und langen Putts ist durch das ausgewogene Design und die gelungene Gewichtsverteilung ebenfalls hervorzuheben. Die Kopfform mit breiter Top-Line und Flügeldesign erleichtert die Ballansprache und die Ausrichtung. Das Gewicht sorgt für eine gute Energieübertragung auf den Ball, sodass er auch mit einer kleineren Bewegung schnell Fahrt aufnimmt. Die gefräste Schlagfläche begünstigt darüber hinaus ein treues Rollverhalten des Balls.
Hilfreicher Griff
Richtig gut hat uns der dickere und breitere Griff im Pistol-Design gefallen. Die spezielle und sehr ausgeprägte Kontur für die obere Hand und das etwas rundere Profil für die untere Hand sorgen nicht nur für eine angenehme Haptik, sondern durch die Pistol-Kontur liegt die obere Hand zudem stets gleichmäßig am Griff. Das schafft zusätzliches Vertrauen und eine verbesserte Kontrolle. Unter diesen Voraussetzungen könnte man auch über eine etwas kürzere Schaftlänge nachdenken, um die Vorteile des Griffs auszuschöpfen.
Die Kontur des Griffs lässt ihn perfekt in der oberen Hand liegen
Top Kontakt
Auch beim Gefühl im Treffmoment gibt es absolut nichts auszusetzen. Der sehr solide und direkte Kontakt ist eine richtig gute Mischung aus weich und angenehm, zumal auch ein ausgesprochen gutes Feedback über die Qualität des Kontakts hinzukommt.
Und da mit zusätzlichen Farboptionen und der Möglichkeit der Gewichtsanpassung durch Austausch der Sohlengewichte zudem noch Individualisierungsoptionen bestehen, kann man dieses Modell bedenkenlos empfehlen, wenn man auf der Suche nach einem stabilen Modell mit guter Kontrolle ist. Mizuno kann demnach nicht nur Eisen, sondern auch Putter!
Bei Bedarf lassen sich die Sohlengewichte (Standard 8 Gramm) durch leichtere/schwere ersetzen
Unser Fazit
Gute Alternative zur den Mallet-Modellen anderer Hersteller.
PRO
Gefühl
Griff
Linienführung
Proportionen
Stabilität
Schwerer Kopf fördert Kontrolle und unterstützt kürzere Schwungbewegungen
CONTRA
Schwarze Ausrichtlinie
Fehlende Linie auf der Top-Line
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Von einem Highschool-Baseballspiel in Osaka, Japan, bis hin zu den Clubs, die zwei der größten europäischen Spieler zu den Majors verhalfen, war die Geschichte von Mizuno eine erstaunliche Reise.
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