Marke: Wilson
Modell: Triad Golfball 2022
Saison: 2022
Preis/Dutzend: 39.99 €
Weiß: Ja
Gelb: Nein
andere Farben: Nein
Anzahl der Schichten: 3
Performance: Ja
Distanz: Nein

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Im Test: Wilson - Triad Golfball 2022

Der Wilson Triad Golfball bietet Premium-Performance zu einem attraktiven Preis.

 Alexander Huchel Alexander Huchel, Chefredakteur, 15.6.2022

GOLFBALL TEST

Golfballtests sind ja immer eine heikle Sache, da sehr viel subjektives Empfinden eine Rolle spielt. Daher haben wir unseren Test des Wilson Triad auch mit Zahlen angereichert. Und da zeigt sich, dass der Ball Premium-Performance bietet - und das zu einem attraktiven Preis.

Ausrichtung

Wie die meisten aktuellen Modelle, so hat auch der Triad einen Seitenaufdruck, der als Ausrichthilfe für die Putts dienen soll. Er wirkt auf den ersten Blick ganz sinnvoll, erweist sich aber im Test als etwas verspielt und könnte daher klarere Konturen vertragen. Im Großen und Ganzen erfüllt er seinen Zweck aber ganz ordentlich.


Eine klarere Linienführung beim Seitenaufdruck könnte nicht schaden
Eine klarere Linienführung beim Seitenaufdruck könnte nicht schaden

Überzeugend ist der Touch bei den Putts, Chips und Pitches. Der Ball fühlt sich weich an und vermittelt daher ein sehr angenehmes Gefühl im Treffmoment. Bei den Schlägen rund ums Grün sowie den Chips und Pitches fällt zudem auf, dass der Ball schnell stoppt.


Der Triad stoppt beim Schlag mit einem Wedge schnell auf dem Grün
Der Triad stoppt beim Schlag mit einem Wedge schnell auf dem Grün

Der Vergleich

Im Prinzip muss sich jeder Performance-Ball mit dem Titleist Pro V1 messen. Und wenn man auf die Daten mit dem Pitching-Wedge schaut, schneidet der Triad nicht schlecht ab. Bis auf die Spin-Rate unterscheiden sich die Zahlen so gut wie gar nicht. Und das will für diesen sensiblen Teil des Spiels ja schon etwas heißen.


Kaum Unterschied bei den Daten zum Titleist Pro V1
Kaum Unterschied bei den Daten zum Titleist Pro V1

Eisen 6

Beim Vergleich mit dem Eisen 6 fällt auf, dass der Pro V1 bei annähernd gleicher Schwunggeschwindigkeit mit mehr Speed vom Blatt geht. Das führt dann zu etwas mehr Länge (5 Meter) und etwas mehr Höhe. Ansonsten kann der Triad aber auch hier mit dem Titleist-Modell Schritt halten.

Deutlich besser ist der Triad hinsichtlich der seitlichen Abweichung. Diese beträgt bei den fünf aufeinanderfolgenden Schlägen maximal knapp vier Meter. Während sich der Pro V1 mit dem Eisen 6 knackig anfühlt, dominiert beim Triad ein eher weiches Schlaggefühl.


Der Titleist fliegt ein wenig weiter, der Triad ist gerader
Der Titleist fliegt ein wenig weiter, der Triad ist gerader

Vergleich mit Driver



Kann der Triad beim Drive mit dem Pro V1 mithalten?
Kann der Triad beim Drive mit dem Pro V1 mithalten?

Es muss vorausgeschickt werden, dass sich der Schwung bei den Drives mit dem Titleist konstanter und flüssiger anfühlte. Das wirkt sich positiv auf den Kontakt aus - wie man am etwas höheren Smash-Faktor sieht. Und so ist es kein Wunder, dass der Pro V1 höhere Ballgeschwindigkeiten und damit mehr Länge generierte. Auch fliegt er etwas höher. Bedeutet aber auch, dass beim Triad noch etwas mehr drin ist. Das Schlaggefühl beim Drive ist solide und entspricht dem eines Premium-Balls.


Mehr Ballspeed bedeutet mehr Länge beim Pro V1
Mehr Ballspeed bedeutet mehr Länge beim Pro V1

Auf dem Platz

Nach zwei 18-Löcher-Runden auf dem Platz, hinterlässt der Triad ein überaus positives Bild. Die Längen sind durchwegs mit denen des Staff Model R zu vergleichen, der in direkter Konkurrenz zum Titleist Pro V1 steht.

Die Stoppkraft auf den Grüns und das Schlaggefühl dürften den hohen Ansprüchen jedes Single-Handicappers genügen. Teilweise zeigt sich sogar ein extrem schneller „Check“.

Um die Haltbarkeit der Schale zu überprüfen, haben wir zehn Bunkerschläge gemacht. Einer davon war dünn getroffen und das Resultat sieht man auf dem folgenden Bild.


Die Abriebspuren sind die Folgen eines dünn getroffenen Bunkerschlags
Die Abriebspuren sind die Folgen eines dünn getroffenen Bunkerschlags

Ansonsten zeigt sich im Test, dass die Urethan-Schale nach 18 Löchern die üblichen Verschleißspuren aufweist, die man auch von anderen Bällen mit derartiger Schale gewohnt ist.

Ob man mit dem Wilson Triad jedoch wie in der Werbung versprochen, die 80 öfter bricht, lässt sich nicht belegen und hängt ehrlicherweise eher von den spielerischen Fähigkeiten ab. Sicher ist jedoch, dass dieses Modell Gefühl, Spin und Performance zu einem äußerst attraktiven Preis bietet.

Fazit:

Qualltät muss nicht teuer sein.

Pro:

• Touch bei allen Schlägen
• Spin beim kurzen Spiel
• Performance
• Preis

Contra:

• Verspieltheit des Seitenaufdrucks
• Schale reagiert sensibel auf dünn getroffene Bunkerschläge

Hersteller Infos:

Dreiteiler mit hohem Trägheitsmoment für mehr Präzision. Kern, Mantel und Schale haben die gleiche dichte, wodurch der ball perfekt ausbalanciert ist.

www.wilson.com/de-de/golf


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