Marke: Callaway
Modell: Chrome Soft X LS Golfball 2021
Saison: 2021
Preis/Dutzend: 54.99 €
Weiß: Ja
Gelb: Ja
andere Farben: Nein
Anzahl der Schichten: 4
Performance: Ja
Distanz: Nein

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Im Test: Callaway - Chrome Soft X LS Golfball 2021

Den Versprechen folgen Taten beim Callaway Chrome Soft X LS Golfball.

 Sophie Walker, 29.3.2021 Sophie Walker, 29.3.2021

GOLFBALL TEST

Vorausgeschickt werden muss, dass der Test während des Lockdowns stattfand und der Ball daher „nur“ Indoor getestet werden konnte. Um die Leistung des Balls besser einschätzen zu können, haben wir seine Trackman-Daten mit denen des Titleist ProV1x und denen des Callaway Chrome Soft X verglichen.

Folgende Fragen galt es zu beantworten: Verhindert die hohe Ballgeschwindigkeit, die man beim Drive erzielen möchte, die Leistung beim Spiel mit den kurzen Eisen? Oder kann man beides haben? Was ist der Unterschied zwischen den drei Bällen und wer sollte den Chrome Soft X LS spielen?


Das Modell gibt es auch als Triple Track Version
Das Modell gibt es auch als Triple Track Version

Schon nach wenigen Schlägen zeigt sich, dass die Kugel schnell von der Schlagfläche abprallt und selbst bei Wedge-Schlägen ein etwas solideres, festeres Gefühl im Treffmoment vermittelt als der Standard Chrome Soft, der Chrome Soft X oder der Titleist Pro V1x.

Ziel des Tests ist es, den Chrome Soft X LS vor allem gegen den Titleist Pro V1x in verschiedenen Szenarien zu testen. Dazu zunächst der Blick auf die Trackman-Daten mit einem 52-Grad-Wedge: Die Zahlen beider Bälle sind sehr ähnlich, und so gibt es nahezu keine Unterschiede bei Höhe und Carry-Länge.


Sehr ähnliche Daten mit dem 52-Grad-Wedge
Sehr ähnliche Daten mit dem 52-Grad-Wedge

Zudem lässt sich feststellen, dass der X LS etwas geradere Schläge produzierte (dies zeigt sich übrigens auch im weiteren Verlauf des Tests) und die Spin-Raten sind etwas höher. Die Konstanz der Spin-Raten beider Bälle ist sehr beeindruckend.

Bei Schlägen mit dem Pitching-Wedge setzt sich der Chrome Soft X LS bei der Ballgeschwindigkeit, Höhe und Spin-Rate etwas vom Pro V1x ab. Auch fühlt sich der Callaway-Ball einen Hauch „heißer“ an als der Pro V1x und seine Abweichung ist etwas geringer.


Pitching Wedge: Der Callaway-Ball erzielt höhere Geschwindigkeiten
Pitching-Wedge: Der Callaway-Ball erzielt höhere Geschwindigkeiten

Beim Eisen 7 zeigt sich ein leicht verändertes Bild, auch wenn das Gros der Daten wieder sehr ähnlich ist. Jedoch fliegt der Pro V1x mit dem Eisen 7 weiter und hat eine geringere Streuung.


Eisen 7: Der Pro V1x fliegt etwas weiter
Eisen 7: Der Pro V1x fliegt etwas weiter

Die wichtigsten Daten beim Driver sind natürlich Länge und Genauigkeit. Hinsichtlich der Carry- und Gesamt-Länge zeigen sich keine gravierenden Unterschiede. Die Genauigkeit beider Driver ist ebenfalls ziemlich ähnlich, mit ein paar leichten Ausreißern, die aber mehr auf die Testerin als auf den Ball zurückzuführen sind. Im Vergleich zum „normalen“ Chrome Soft X fliegt die LS-Variante aufgrund eines geringeren Spins und einer leicht flacheren Flugbahn etwas weiter. Durch den etwas höheren Spin des Chrome Soft X weist dieser auch etwas mehr Abweichung als die beiden anderen Modelle auf.


Der Chrome Soft X LS ist der längste der drei Bälle mit dem driver
Der Chrome Soft X LS ist der längste der drei Bälle mit dem Driver

Das größte Kompliment, das man dem Ball machen kann ist, dass er beim Test ähnliche Spieleigenschaften aufweist wie der Titleist Pro V1x - weithin bekannt als Benchmark für Golfbälle der Spitzenklasse - und in einigen Fällen sogar etwas besser ist. Zudem macht der Ball genau das, was Callaway versprochen hatte, und erzielt im Vergleich zum Chrome Soft X eine etwas geradere, niedrigere Flugkurve im langen Spiel und einen höheren Spin im kurzen Spiel.


Die beiden Chrome Soft X Varianten unterscheiden sich leicht in ihren Spieleigenschaften
Die beiden Chrome Soft X Varianten unterscheiden sich leicht in ihren Spieleigenschaften

Mit dem Driver erzeugt der X LS im Vergleich zum Chrome Soft X erzeugte der LS einen geraderen, fehlerverzeihenderen Ballflug, der bei den längeren Schlägen um 300-400 U/min weniger Spin hatte, ganz wie Callaway versprochen hatte.


Weniger Spin mit dem Driver - wie versprochen
Weniger Spin mit dem Driver - wie versprochen

Da der Ball fünf Euro je Dutzend günstiger als das Titleist-Modell ist, kann es gut passieren, dass Callaway mit dem Chrome Soft X LS den einen oder anderen Anhänger des Titleist Pro V1x gewinnt, zumal der Ball seine Vorteile auch dann ausspielt, wenn man keine 100 mph Schwunggeschwindigkeit erzielt.

Fazit:

Bringt Callaway im Bereich der Premium-Bälle voran.

Pro:

• günstiger als entsprechende Titleist- oder TaylorMade-Bälle
• hält, was der Hersteller verspricht
• fliegt gerader als Chrome Soft X

Contra:

• ist der Spin niedrig genug?

Hersteller Infos:

Vierteiliges Modell mit Urethan-Schale das für höhere Schwunggeschwindigkeiten entwickelt wurde und weniger Spin bei langen Schlägen generiert (LS = Low Spin). Hohe Kontrolle in Richtung Grün durch viel Spin, niedrigen Ballstart und ein exzellentes Gefühl bei Wedge-Schlägen.

www.callawaygolf.com


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