Kaufberatung für Golfschuhe mit Noppen und Spikes

Golfschuhe sind wichtiger als man denkt. Denn: Man trägt sie einige Stunden, sie sollten Halt geben und den Füßen die nötige Unterstützung geben, wenn sie benötigt wird. Daher geben wir in dieser Kaufberatung für Golfschuhe mit Noppen und Spikes Tipps und Infos, die Ihnen die Kaufentscheidung erleichtern.

Die wichtigsten Infos zu Golfschuhen auf einen Blick

Eins schon mal vorneweg: Ein gutes Paar Schuhe gal ob mit Noppen oder Spikes trägt wesentlich dazu bei, dass man beim Spielen die Zeit auf dem Platz auch genießen kann. Da besonders in Europa die meisten Golfer gehen statt mit einem Cart zu fahren, verwenden die Golfschuhhersteller viel Zeit bei der Forschung und der Entwicklung ihrer Modelle, damit diese den nötigen Komfort bieten und vielleicht auch dazu beitragen, dass man sich den einen oder anderen Schlag spart.

 

Nahezu jedes Jahr gibt es Neuerungen beim Obermaterial, der Sohle, der Wasserfestigkeit und dem Komfort. Die modernen Schuhe sind zu einem wichtigen Bestandteil der Golfausrüstung geworden und tragen ohne Zweifel ihren Teil dazu bei, dass man sich auf dem Platz wohler fühlt als noch vor zehn oder 20 Jahren.

Die folgenden Informationen sollen helfen zu verstehen, was die verschiedenen Golfschuhvarianten auszeichnet und das richtige Paar zu finden.

 

Golfschuh-Typen

 

Schuhe mit Spikes

 

Der „klassische“ mit Spikes ausgestatte Schuh bietet Komfort, Atmungsaktivität, Wasserfestigkeit, Stil und Bodenhaftung. Die Wahl des richtigen Modells hängt stark von persönlichen Vorlieben ab und welche Erwartungen Sie an den Schuh haben bzw. welchen Anforderungen er gerecht werden soll.

Zunächst sollten Sie sich fragen, was Sie von dem Schuh wollen: Muss er wasserdicht sein? Will ich ihn bei allen Bedingungen tragen? Soll er besonders leicht sein? Welche Farbe soll erhaben? Soll er Noppen oder Spikes haben? Aber ganz egal, was Sie sich vorstellen, seien Sie sicher, es wird das passende Modell geben.

 

Einer der Hauptvorteile eines Schuhs mit Spikes ist die Stabilität, die er Ihrem Stand und Halt im Schwung verleiht. Auch ist das Obermaterial meist fester, wodurch der Fuß im Schuh besser gehalten wird. Dank neuer Technologien ist es auch möglich, dass traditionelle Schuhe leichter wurden, ohne dass dies zu Lasten der Stabilität geht. Allerdings ist diese Kombination nicht bei allen Modellen gewährleistet. Also achten Sie auf diesen Punkt besonders beim Kauf.

 

Schuhe ohne Spikes

 

 

Die Erfolgsstory dieser Schuhe begann vor knapp zehn Jahren als Fred Couples beim Masters das Ecco-Modell Street Golf trug und seitdem werden sie immer populärer. Zunächst wurden sie vor allem für einen besseren Komfort mit einem modischeren Anspruch entwickelt. Sie zeichnen sich durch ein flaches Profil, ein geringes Gewicht und eine flache Sohle mit Noppen bzw. Traktionselementen aus. Dadurch ist ihr Einsatzgebiet nicht nur auf den Golfplatz beschränkt, da man sie bequem den ganzen Tag tragen kann.

Auch viele Tour-Pros tragen mittlerweile diese Art Schuh, da sie vom Komfort und dem Look überzeugt sind. Außerdem können sie auch Rücken-und Fußschmerzen vorbeugen - allerdings ohne Gewähr.

 

 

Die Kehrseite der Medaille sind meist eine schlechtere Stabilität, weniger Grip und keine Wasserundurchlässigkeit. Vor allem im längeren und nassen Gras besteht die Gefahr wegzurutschen, und bei längerem Regen können durchaus auch nasse Socken die Folge sein.

Kein Thema ist dagegen der Verschleiß, denn Sohle bzw. Noppen sind aus extrem belastbaren und widerstandsfähigen Kunststoffen hergestellt, die locker die Lebensdauer des Schuhs überdauern.

 

Golfstiefel

 

Mit diesem Schuhmodell ist man bestens unterwegs im Frühjahr, Herbst oder Winter, wenn der Boden sehr nass oder matschig ist. Formmäßig sind diese Modelle, die allerdings nur von wenigen Herstellern angeboten werden, an Trekking-Schuhe angelehnt. Auch wenn der etwas höhere Schaft die Bewegungsfreiheit der Knöchel ein wenig einschränkt und sie deutlich schwerer sind als andere Golfschuhe, etwas Besseres für widrige und vor allem kalte Tage auf dem Golfplatz gibt es nicht. Sie sind wasserdicht, warm und dank der speziellen Sohle hat man einen richtig guten Halt bei diesen Bodenbedingungen. Es gibt auch Modelle, die mit Manschetten oder Gamaschen ausgestattet sind, sodass kein Schmutz im Bereich der Schnürung eindringen kann.

 

Sandale

 

Eine Golfschuhmodellvariante die vor allem in heißen Gegenden Anhänger findet. Da sie offen sind, bekommen die Füße ausreichend Luft und es besteht keine Gefahr nasse Socken zu bekommen. Wer es bevorzugt keine Socken zu tragen, sollte sich aber gegen Blasen schützen. Generell besteht die Gefahr, sich bei einer vollen Runde durch die Riemen Blasen zu holen. Da derartige Sandalen auch nicht mit einem hohen Tragekomfort ausgestattet sind, ist ein Einsatz in Kombination mit einem Cart sicherlich sinnvoll. Auch ist durch das offene Design die Seitenstabilität nicht mit der eines geschlossenen Schuhs zu vergleichen. Und falls es mal regnet, sind die Nachteile offenkundig.

 

Materialien

Die Entwicklung der Golfschuhe ging in den letzten Jahren immer schneller und so kommen innen und außen mittlerweile die verschiedensten Materialien zum Einsatz. Diese gewährleisten eine Kombination von Komfort, Stabilität und Schutz gegen Wasser.

 

Leder

 

Dieses Material ist trotz der zahlreichen neuen Entwicklungen immer noch das Beliebteste für Golfschuhe – und das zurecht. Durch neue Be- und Verarbeitungstechniken müssen Ledergolfschuhe auch nicht mehr tagelang eingetragen werden, damit sie passen. Sie sitzen meist eng und halten ihre Form mit entsprechender Pflege viele Jahre. Die Seitenstabilität eines Lederschuhs ist unübertroffen. Das natürliche Material gewährleistet auch ein Mindestmaß an Atmungsaktivität, kann aber oft mit synthetischen Alternativen nicht mithalten. Hersteller von Top-Lederschuhen gewähren auch eine ein- oder zweijährige Garantie auf Wasserdichtigkeit. Diese kann aber nur erreicht werden, wenn der Schuh dementsprechend gepflegt wird. Großer „Nachteil“ dieser Variante ist allerdings der Preis, denn Qualität hat ihren Preis, und so sind Golfschuhe aus Leder Premium-Produkte für die man entsprechendes Kleingeld locker machen muss.

 

 

Wasserdichte Materialien

Das absolute Top-Produkt, wenn es um Wasserschutz geht, ist Gore-Tex. Wer nicht auf diese Membran zurückgreift, entwickelt meist eigene, etwas kostengünstigere Membranen. Gore-Tex und auch andere Membranen halten nicht nur das Wasser von außen ab, sondern sorgen durch das Ableiten von Luftfeuchtigkeit nach außen zusätzlich für eine bessere Atmungsaktivität. Da Gore-Tex ziemlich teuer ist, wird es nur von wenigen Golfschuhherstellern (u.a. Ecco) verwendet.

 

 

Synthetik

Die kostengünstigere Alternative zu einem Lederschuh ist eine aus einem künstlich hergestellten, synthetischen Material. Es ist leichter und dünner als Leder – daher sind diese Schuhmodelle auch meist günstiger als Lederschuhe. Je nach verwendetem Material verfügt diese Art Schuh über eine bessere oder nicht so gute Atmungsaktivität. Durch die Weiterentwicklung der Herstellungsverfahren synthetischer Materialien sind diese Schuhe in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Vor allem sogenannte Comfort- oder Casual-Modelle, die man den ganzen Tag tragen kann, sind bevorzugt aus synthetischem Material hergestellt.

 

 

Sohlen

Eine gute Traktion ist essentiell für einen guten Schwung. Nur wer genügend Grip hat, kann mit Kraft und guter Technik das maximale aus seinem Schlag herausholen. Daher lohnt sich ein Blick auf die Sohlen der Golfschuhe.

 

Nur mit Spikes

Diese Variante war einige Jahrzehnte die einzige Option. Vor dem Einzug der Plastik-Spikes waren die Spikes aus Metall. Diese gibt es aber mittlerweile nur noch als Sonderausgaben für Pros, da Metallspikes auf nahezu allen Plätzen weltweit für die „normalen“ Golfer verboten wurden. Nur mit (Kunststoff)Spikes ausgestatte Golfschuhe sind mittlerweile die Ausnahme. Sie verkörpern den klassischen Golfschuh und bieten genügend Halt bei allen Bodenbedingungen.

 

 

Spikes und Traktionselemente

Die Kombination von Kunststoff-Spikes und Traktionselementen ist die häufigste Variante in den Sohlen der aktuellen Golfschuhe. Sie macht die Schuhe leicht und Grüns sowie die Böden in den Clubhäusern werden geschont. Weiterer Vorteil gegenüber den Metallspikes: Die Oberfläche der Spikes aus Plastik ist größer und verteilt das Gewicht des Spielers besser. Im Zusammenspiel mit Traktionselementen ist der Grip kaum zu überbieten, sodass mit einer derartigen Sohle bester Halt bei allen Bodenbedingungen garantiert ist.

In den letzten Jahren ist die Qualität der Kunststoff-Spikes immer besser geworden und die „Arme“ der meisten Modelle sind mittlerweile auch nicht mehr starr, sondern leicht flexibel. Dadurch erhöht sich die Traktion zusätzlich. Durch den Flex der Spikes hat sich auch der Gehkomfort verbessert. Ein Nachteil von Kunststoff-Spikes ist allerdings, dass sie sich schneller abnutzen als Metall-Spikes und sogar kaputtgehen können. Daher ist es ratsam, den Zustand der Spikes von Zeit zu Zeit zu überprüfen und kaputte gegebenenfalls durch neue zu ersetzen.

 

Falls Spikes auszuwechseln sind, muss man beachten, dass es verschiedene Gewindearten gibt. Daher empfiehlt es sich, alte oder kaputte Spikes mit einem entsprechenden Schlüssel herauszuschrauben und mit diesen in den Shop zu gehen, um neue Spikes mit dem gleichen Gewinde zu kaufen.

 

 

Noppen oder Traktionselemente

Voll im Trend sind derzeit sogenannte Casual- oder Comfort-Modelle, deren Sohlen ausschließlich Noppen oder Traktionselemente haben. Der große Vorteil derartiger Modelle ist, dass man sie den ganzen Tag tragen kann. Zudem macht man mit ihrem Sneaker-Look auch abseits des Platzes einen guten Eindruck. Auch beim Komfort (daher der Name) können sie punkten.

Die Bodenhaftung mit diesen Sohlen ist bei trockenem Untergrund kein Problem. Selbst bei leicht feuchtem Boden, z. B. am frühen Morgen, gewährleisten Schuhe mit diesen Sohlen ausreichend Halt. Ist der Boden dagegen richtig nass, kann es durchaus sein, dass man im Schwung wegrutscht oder den Halt beim Gehen an einem Hang verliert. Bei solchen Wetterbedingungen sind Schuhe mit Spikes ohne Zweifel die bessere Wahl.

 

 

Schnürung

Bereits seit längerem hat sich in anderen Sportarten (z.B. Radfahren, Snowboard, Joggen) neben den bewährten Schnürsenkeln die BOA-Schnürung durchgesetzt. Und so haben mittlerweile auch einige Modelle verschiedener Golfschuh-Hersteller (z.B. Adidas, Ecco, FootJoy, Puma) diese Schnürvariante. Dazu werden im Schuh Kabel eingezogen, die mit einem Drehknopf (oder sogar zwei) an der Seite oder an der Ferse des Schuhs gespannt werden können. Damit kann man schnell und präzise die „millimetergenaue Passform mit unerreichter Genauigkeit erzielen“, so der O-Ton des Herstellers. Das Ergebnis ist eine beispiellose Passform und Leistung.

Dass diese Art der Schnürung aber nicht nur für Freizeitgolfer gedacht ist, beweisen Tour-Pros wie Steve Stricker oder Davis Love III, die bereits seit längerem hauptsächlich Schuhe mit dieser Schnürung tragen. Um diese zu lösen, muss einfach nur an dem Knopf gezogen werden. So groß die Vorteile für den einen oder anderen sind, unangenehm wird es aber, wenn die Mechanik kaputt ist. Dann ist eine Reparatur notwendig, die sicherlich zeitaufwändiger ist als einen Schnürsenkel auszuwechseln. Allerdings wurde das aus drei Teilen (Drehverschluss, Seil, Seilführung) bestehende System im Laufe der Jahre immer weiter verbessert, sodass ein Versagen nahezu ausgeschlossen ist.

 

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