Kaufberatung Golfgriffe vom Putter bis zum Driver

Griffe sind die einzige Verbindung vom Spieler zum Schläger. Da sollte man keine Fehler machen. Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Daher gibt es in dieser Kaufberatung für Golfgriffe Infos zu den vielen Aspekten, die bei dieem Thema von Bedeutung sind.

Auch bei den Griffen gibt es ein paar Dinge, auf die man achten sollte

Die Bedeutung der Griffe wird gemeinhin gerne unterschätzt. Die Golfer denken meist an die Driver, Putter und Bälle und wechseln diese von Zeit zu Zeit, aber Golfgriffe spielen beim ihren Überlegungen in der Regel keine Rolle. Dabei sind sie wichtiger als man denkt, denn sie sind die einzige Verbindung vom Spieler zum Schläger. Daher ist es wichtig, dass die Größe der Griffe zu den Händen passt. Außerdem sollten die Griffe sauber sein und zu Ihnen passen.

Die folgenden Information sollen Ihnen helfen, die verschiedenen Aspekte der Griffe zu verstehen und eine Hilfestellung geben, auf was zu achten ist, wenn man Griffe kauft, bzw. wie man die richtige Griffart auswählt. Die bekanntesten Hersteller von Griffen für Golfschläger sind Golf Pride, Winn und Lamkin. Putter-Griffe werden von diesen beiden Firmen ebenfalls hergestellt. Es gibt jedoch auch spezielle Putter-Griff Hersteller wie beispielsweise SuperStroke. Firmen wie Ping, TaylorMade, Scotty Cameron oder Odyssey stellen auch eigene Putter-Griffe her und kennzeichnen diese dementsprechend.

 

Griff-Varianten

 

Vollgummigriffe

Diese Griffart ist die bei weitem beliebteste und verbreitetste. Gummi kann man leicht in die gewünschte Form bringen, und Griffe dieser Art vermitteln ein festes und griffiges Gefühl. Die Griffigkeit der Vollgummigriffe wird noch durch Muster auf deren Oberfläche unterstützt. Gummigriffe werden in zahlreichen Härtegraden und Farben angeboten. Die bekanntesten Vollgummigriffe sind der Tour Velvet von Golf Pride und der Crossline von Lamkin. Beide  bestehen aus einer hochwertigen Gummimischung, die mit einer rutschfesten Perforierung versehen wurde und so für für Komfort, Halt und Ballkontrolle während des Spiels sorgt.

 

 

 

Weit verbreitet sind auch Linien oder Muster, die helfen sollen, den Schläger richtig bzw. konstant zu greifen.

 

Andere Materialien aus denen Griffe hergestellt werden sind Silikon, Elastomer oder Plastik. Griffe aus diesen Materialien spielen aber im Prinzip keine Rolle.

 

Cordgriffe

Darunter verseht man Griffe, bei denen Cordanteile in Vollgummigriffe integriert werden. Dadurch verbessert sich die Griffigkeit bei Regen und starker Hitze. Cordgriffe schaffen zudem eine sichere Verbindung zum Schläger. Allerdings sind Cordgriffe rauer und härter als reine Vollgummigriffe und eignen sich daher vor allem für Vielspieler. Auch sollte man bedenken, dass die Verwendung dieser Griffe aufgrund der raueren Oberfläche eine schnellere Abnutzung des Handschuhs bedeutet. Alternativ gibt es auch Half-Cord Griffe. Bei diesen ist nur die obere Hälfte des Griffs mit Cordanteilen versehen.

 

 

Gewickelte Griffe

Diese Griffe werden auch Wrap-Griffe genannte und imitieren den Stil von alten Ledergriffen, die um den Schaft gewickelt wurden, sind aber ebenfalls Vollgummigriffe. Die Oberfläche ist meist mit einer Maserung oder Struktur versehen, die dem Griff eine bessere Griffigkeit verleiht. Damit sind diese Griffe ein pefekte Ergänzung  für Ihre Golfausrüstung.
 

 

 

Ledergriffe

Griffe aus Leder sind mittlerweile für den Normalgolfer ziemlich aus der Mode gekommen. Es gibt jedoch noch den einen oder anderen Tour-Pro, der diese Griffart verwendet. Ledergriffe haben sehr gute Dämpfungseigenschaften und sind bei allen Wind- und Wetterbedingungen extrem haltbar. Auch leidet die Griffigkeit bei feuchten Händen oder leichtem Regen nicht. Regnet es dagegen stark, werden Ledergriffe schnell seifig und die Griffigkeit lässt nach. Sie müssen oben und unten mit einer Abschlusskappe versehen werden. Einer der wenigen Hersteller von Ledergriffen ist die Firma Grip Master.

 

 

 

Leichte Griffe

Da die Technologieentwicklung bei der Herstellung zu immer leichteren Drivern und Fairway-Hölzern führte, war es eine logische Folge, dass die Griffe an diesen Schlägern auch immer leichter wurden. So wiegt beispielsweise der Golf Pride JL00 von Golf Pride im Epic Flash Star Driver von Callaway gerade einmal 30 Gramm. Somit ist es keine Seltenheit, dass die Griffe an den Hölzern leichter sind als die an den Eisen.

 

 

 

Hybrid- oder Multi-Compound-Griff

Er besteht aus zwei Sektionen. Die obere besteht aus Vollgummi mit Cord. Die untere dagegen ist aus weichem Gummi. Der bekannteste Vertreter dieser Griffart ist wohl der MCC von Golf Pride. Er ist im oberen Bereich mit dem Velvet Cord versehen. Dieser Teil des Griffs vermittelt einen festen Griff und bietet volle Kontrolle bei jedem Wetter. Die Gummimischung im unteren Bereich sorgt für ein softes Griff- und Spielgefühl und gibt eine ähnlich gute Rückmeldung während des Schlags, wie sie auch von reinen Gummigriffen erzeugt wird.

 

 

 

Putter-Griffe

Putter-Griffe unterscheiden sich von den Griffen für Hölzer und Eisen in einigen Punkten. Da beim Putt deutlich geringere Kräfte auftreten als bei vollen Schlägen haben Putt-Griffe eine andere Struktur und Griffigkeit. Zudem darf bei Putter-Griffen die Oberseite abgeflacht sein. Diese hilft, eine bessere Position der Daumen zu erzielen und erleichtert das korrekte Halten des Schlägers.

Seit ein paar Jahren sind auch deutlich dickere Putter-Griffe beliebt, zum Beispiel von SuperStroke. Diese schränken die Bewegung der Hände und Handgelenke ein und führen zu einer kompakteren Putt-Bewegung. Mehr Informationen dazu finden Sie in der Kaufberatung Putter unter dem Punkt Griffe.

 

 

 

Griff Eigenschaften

 

Hart vs. weich

Wenn man sich für einen Griff entscheidet, sollte man über die Unterschiede und Vorteile Bescheid wissen, wenn es um die Frage geht, ob der Griff weich oder hart sein soll. Tour-Pros entscheiden sich oft für etwas härtere Griffe, da sie so das Verdrehen des Schlägers besser kontrollieren können. Zudem passen härtere Griffe besser zu höheren Schwunggeschwindigkeiten. Wer härtere Griffe verwendet, greift den Schläger auch leichter, was wiederum zu einer Entspannung der Unterarmarmmuskulatur führt.

Ältere Golfer oder Anfänger bevorzugen dagegen oft weichere Griffe. Diese lassen sich leichter greifen und vermitteln ein angenehmes Gefühl. Außerdem erleichtern sie die Kontrolle über die Verdrehung des Schlägers wenn die Schwunggeschwindigkeit nicht so hoch ist.

 

Rund vs. konturiert

Es gibt runde Griffe und solche, die eine leichte, aber doch zu spürende, Kontur an der Rückseite haben. Diese Griffart wird „ribbed“ genannt. Golf Pride bietet mit seinen Align-Griffen Modelle an, die auch ein optisch sichtbares „Rückgrat“ haben.

 

 

Derartige Griffe erleichtern das immer gleiche Greifen des Schlägers, was wiederum zu mehr Konstanz bei den Schlägen führt. Mehr über die Vorteile dieser Griffe im folgenden Video.

 

 

Griffstärke

Die richtige Griffstärke wird meist unterschätzt, obwohl sie großen Einfluss auf die Qualität der Schläge hat. Ein zu dicker Griff beispielsweise schränkt die Beweglichkeit der Handgelenke ein. Das hat zur Folge, dass der Spieler seine Schläge tendenziell nach rechts verzieht. Ist der Griff dagegen zu dünn, werden die Handgelenke aktiver, erleichtern ein zu starkes Überrollen der Hände und die Bälle fliegen mit einem Hook nach links. In beiden Fällen beeinflusst die falsche Griffstärke den Schwung negativ. Folgende Griffstärken sind erhältlich: Standard, Junior, Damen, Undersize, Midsize, Oversize/Jumbo. Falls man zwischen zwei Griffstärken liegt, kann man ein Fine-Tuning mit der Anzahl der Klebebänderlagen unter dem Griff durchführen.

Die Griffe müssen in jedem Fall zu Ihnen und Ihren Händen passen. Lassen Sie sich daher bei einem Neukauf oder Wechsel vom Pro bzw. Fitter beraten. Mit der richtigen Griffgröße können Sie bessere Voraussetzungen schaffen, um Fehlschlägen entgegenzuwirken.

Wie man die richtige Griffstärke ermittelt, erfahren Sie in folgendem Video.

 

 

 

Haltbarkeit

Eine oft gestellte Frage lautet: Wie lange kann ich meine Griffe verwenden? Die Antwort hängt ganz davon ab, welche Art Golfer Sie sind. Die Lebensdauer der Griffe hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum Beispiel, mit wie viel Druck Sie den Schläger greifen, wie oft Sie spielen, wie oft Sie üben, wie viele Probeschwünge Sie machen und wie gut Sie die Griffe pflegen.

Als Faustregel gilt, dass man die Griffe circa alle 40 Runden bzw. ein Mal im Jahr wechseln sollte. Im folgenden Video erhalten Sie Tipps, die es Ihnen erleichtern festzustellen, wann es Zeit ist, Griffe zu wechseln.

 

 

 

Pflege

Eine gute und kontinuierliche Pflege, kann die Lebensdauer der Griffe merklich erhöhen. Daher sollten Sie immer wieder mal während der Saison Schmutz und Schweiß, der sich im Laufe der Zeit an den Griffen anheftet, beseitigen. Was Sie dazu benötigen? Ein mildes Spülmittel, Wasser, eine weiche Bürste, ein Handtuch und feinkörniges Schleifpapier. Geben Sie das Spülmittel in lauwarmes Wasser, tauchen Sie die Bürste darin ein, und schrubben Sie damit den gesamten Griff ab. Spülen Sie danach den Griff mit sauberem Wasser ab. Danach noch mit dem Handtuch abtrocknen – fertig. Nun sollten sich die Griffe schon deutlich besser anfühlen und wieder griffig sein. Falls nicht, können Sie die Griffe danach noch mit einem feinkörnigen Schleifpapier bearbeiten. Tipp: Um zu vermeiden, dass Wasser in den Schaft läuft, empfiehlt es sich, ein Tee in das Loch am hinteren Ende des Griffs zu stecken.

Wem das alles zu aufwändig ist, der kann sich auch spezielle Reinigungstücher von Griffherstellern (z. B. Gripes von Lamkin, im 15er-Pack knapp 10 Euro) besorgen und die Griffe damit reinigen.

Auch die richtige Lagerung kann die Lebensdauer verlängern. Vermeiden Sie daher, die Schläger zu kalt, zu trocken oder zu heiß zu lagern.

 

 

 

Griffwechsel

Sie sollten auf keinen Fall mit abgenutzten Griffen spielen. Abgenutzte Griffe haben eine deutlich geringere Griffigkeit, und um den Schläger festhalten zu können, müssen Sie den Griffdruck erhöhen, was unmittelbare Folgen auf die Ausführung des Schwungs hat. Als Faustregel gilt: Wer ein Mal pro Woche spielt, sollte die Griffe ein Mal im Jahr austauschen lassen. Sind äußere Anzeichen, wie abgenutzte Stellen oder Risse im Material zu sehen, ist ein Austausch unbedingt nötig.

Den Austausch sollte jeder Pro oder jedes Golffachgeschäft vernehmen können. In der Regel ist das schnell erledigt und die Schläger sind nach einer Trocknungszeit von einigen Stunden wieder einsatzbereit.

Wer sich das Geld für das Auswechseln sparen will, kann dies auch selber machen. Das folgende Video zeigt, wie das geht.

 

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