Kaufberatung Golfschläger - Driver

Von: Alexander Huchel, 24.7.2019

 

Golf-Driver sind die Flaggschiffe jedes Herstellers. Und wer in den Genuss kommen will, lange und gerade Drives das Fairway hinunterzuschicken, sollte sich beim Kauf keine Fehler leisten. Diese Golf Kaufberatung für Golf-Driver gibt Tipps zu den wichtigsten Themen, wie den speziellen Materialen, die man beim Driver-Kauf beachten sollte.

Die wichtigsten Fragen für den Golf Driver-Kauf auf einen Blick

 

Wie ist meine Ausgangssituation?

Zunächst sollten Sie sich fragen, wie viel Sie ausgeben wollen. Golf-Driver gibt es nämlich von 300 bis 600 Euro. Aber auch teurere Modelle um die 1.200 Euro sind im Angebot. Denken Sie daran, dass mit dem Kauf eines teuren Drivers nicht sichergestellt ist, dass Sie auch den für Sie richtigen Driver für ihre Golfausrüstung kaufen.

 

Wie entscheide ich, welcher Loft der beste für mich ist?

Als Faustregel gilt: Nur bessere Spieler (ab circa Handicap 15) mit höheren Schlägerkopfgeschwindigkeiten sollten einen Golf Driver mit weniger als zehn Grad Loft benutzen, da Sie weniger Probleme haben den Ball in die Luft zu bekommen. Je schlechter der Spieler ist bzw. umso geringer die Schlägerkopfgeschwindigkeit ist, desto höher sollte die Loft-Zahl sein. Anfänger sollten sich einen Driver zulegen, der um die 12 Grad Loft hat.

 

 

Welche Kopfgröße ist die ideale?

Die meisten Golf-Driver haben das maximal mögliche Volumen von 460 Kubikzentimeter. Es gibt aber Hersteller, die Golf-Driver mit etwas weniger Volumen anbieten, z.B. 435 ccm oder 440 ccm. Letztere sind meist für bessere Spieler gedacht, die dem Ball gerne bestimmte Flugkurven mitgeben. Generell gilt, je größer das Volumen, desto höher ist die Fehlertoleranz.

 

Nur aus Titanium oder doch besser ein Multimaterial-Driver?

Titanium ist leicht und robust, sodass Golf-Driver aus diesem Material alle Voraussetzungen erfüllen, um damit gute Ergebnisse erzielt werden können. Die Verwendung des noch leichteren Carbons an bestimmten Stellen (Krone, Sohle) spart Gewicht, das an anderen Stellen gewinnbringend eingesetzt werden kann. Der Klang und das Gefühl im Treffmoment von reinen Titanium-Drivern unterscheiden sich von Multi-Material-Konstruktionen. Hier entscheiden dann persönliche Präferenzen. Die Herstellung von reinen Titanium-Golf-Drivern ist meist günstiger und daher kosten diese auch etwas weniger.

 

Was sind Abflugbedingungen?

Darunter versteht man Parameter, die darüber entscheiden, wie weit der Ball fliegt. Sie werden mit einem Launch-Monitor erfasst. Die wichtigsten Parameter beim Golf-Driver sind Schlägerkopf- und Ballgeschwindigkeit, Abflugwinkel und Spin-Rate. Einem erfahrenen Fitter ist es möglich, mit Hilfe von Schaft und Loft und individuellen Anpassungen die ideale Kombination für die jeweilige Schlägerkopfgeschwindigkeit herauszubekommen.

 

Wie entscheidend ist die Position des Schwerpunkts?

Generell lässt sich sagen, je weiter der Schwerpunkt vom Schlägerblatt entfernt ist und sich unten im Schlägerkopf befindet, desto mehr Spin hat der Golfball und desto höher fliegt er. Zudem hat er dann ein höheres Trägheitsmoment und eine höhere Fehlertoleranz. Ist der Schwerpunkt weiter vorne im Kopf, verringert sich das MOI und der Spin nimmt ab. Die Ballgeschwindigkeit nimmt allerdings ein wenig zu.

 

Wie sieht’s mit dem Schaftflex aus?

Das ist sicherlich eine der Kernfragen beim Driver-Kauf. Der richtige Schaft kann einen entscheidenden Anteil daran haben, den Ball weiter, gerader und konstanter zu schlagen. Leichtere, weichere Schäfte lassen den Ball meist höher und mit einer Linkskurve fliegen. Mit härteren, schwereren Schäften ist der Ballflug eher flach und leicht von links nach rechts. Aber Achtung: Bei der Klassifizierung von Schaftflexen gibt es keine allgemein gültigen Standards. Daher entspricht der R-Flex des einen Herstellers nicht unbedingt dem R-Flex des anderen Herstellers. Testen Sie daher verschiedene Flexe um herauszufinden, welcher Ihrem Spiel am besten entspricht. Oder noch besser: Machen Sie ein professionelles Fitting!

 

Bringt ein auf mich abgestimmter Driver irgendwelche Vorteile?

Ja. Es gibt für jeden Golfer, unabhängig von seiner Spielstärke, nichts besseres fürs Selbstbewusstsein als einen Schläger, der speziell auf den Spieler abgestimmt ist. Das gilt im übrigen für alle Schlägerkategorien. Daher gibt es neben verschiedenen Materialien für Schaft-, Griff- und Lie-Optionen eine Vielzahl von Überlegungen, die beim Fitting-Prozess zum Tragen kommen. Es lohnt sich auf alle Fälle mit dem Pro oder Verkäufer darüber zu sprechen und auszuloten, wer Ihnen welche Möglichkeiten anbieten kann. Ein spezielles Hersteller-Fitting bieten mittlerweile alle großen Marken an. Alternativ gibt es markenübergreifende Fittings, die man bei spezialisierten Fittern buchen kann.

 

Off-Set Golf-Driver ja oder nein?

Sollten Sie vom Tee öfter einen Slice schlagen, kann Ihnen ein Off-Set-Driver sicherlich gute Dienste erweisen. Sie sind die Problemlöser für den Durchschnittsgolfer, dessen Bälle meist eine starke Rechtskurve (dies gilt für Rechtshänder) haben. Allerdings muss man sich an den Anblick gewöhnen, denn der kann mitunter etwas ungewöhnlich sein. Sie müssen sich also entscheiden, ob Sie gute Ergebnisse oder einen schönen Golf-Driver haben wollen. Alternativ kann man sich auch einen Driver mit Draw-Gewichtung zulegen, die den Slice ebenfalls verringern kann.

 

Was bringt ein Golf Driver mit verschiebbaren oder austauschbaren Gewichtseinsätzen in der Sohle?

Mit dem etwas mehr an Gewicht im Schlägerkopf können die Schlägerhersteller den Schwerpunkt verlagern, was zu einer Erleichterung aber auch zu einer Erschwerung des Spiels führen kann. Ist das Gewicht im hinteren Teil der Sohle platziert, bedeutet das ein höheres Trägheitsmoment (MOI), eine höhere Fehlertoleranz und weniger Spin. Ist ein zusätzliches Gewicht nahe der Ferse platziert unterstützt dies eine Flugkurve von rechts nach links. Derartig gewichtete Golf-Driver bieten sich vor allem für Spieler an, die mit dem Slice kämpfen.

 

Was bringt ein Golf-Driver, der über zahlreiche Anpassoptionen verfügt?

Derartige Golf Driver lassen sich bei Bedarf noch individueller an den Spieler anpassen. Sie haben in der Regel ein etwas geringeres MOI, was zu einer leicht geringeren Fehlertoleranz gegenüber den Modellen führt, bei denen keine Gewichts- bzw. Schwerpunktanpassungen vorgenommen werden können. Ihr Vorteil besteht darin, dass man sie auch nach Schwungänderungen entsprechend anpassen kann, ohne einen neuen kaufen zu müssen.

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