Fachbegriffe Golf Putter

Auch für die Golf-Putter gibt es jede Menge Fachbegriffe, die erklärt werden sollten. Los geht's!

B

Eine Kopfform, die zusehends aus der Mode kommt und daher nur noch selten zu finden ist. Putter mit dieser Form stellen hohe spieltechnische Anforderungen, weil sich technische Unsauberkeiten sehr direkt niederschlagen. Sein Schwerpunkt liegt zentral hinter dem Sweetspot. Nicht mittig getroffene Bälle haben den Nachteil nach rechts und links abzuweichen. Allerdings fällt mit solchen Puttern das Dosieren der Schlagbewegung leichter. Die wohl bekanntesten Modelle dieser Putter-Art sind die Golden Goose von John Letters und der Bulls Eye von Titleist. Der Begriff wird neuerdings von einigen Herstellern auch für moderne Heel-Toe-Putter verwendet.

C

Seit des Verbots einer "Verankerung" überlanger Broomstick-Putter an der Brust bieten Hersteller Counter-balanced Putter an. Durch ihre veränderte Gewichtsverteilung sollen diese das Prinzip der Verankerung "imitieren", in dem ein Gewichtseinsatz im Griff oberhalb der Hände eine stabilere Basis für die Putt-Bewegung liefert. Durch das Gegengewicht im Griff verbessert sich der Rhythmus und die Putt-Bewegung wird stabiler und kontrollierter.

F

Bezeichnet eine Form der Ausbalanciertheit eines Putters. Dabei zeigt das Schlägerblatt im Gleichgewicht zum Himmel. Putter mit dieser Gewichtung lassen sich stabil führen und haben in der Regel eine recht hohe Fehlertoleranz.

G

Er beeinflusst das Schwunggewicht des Putters. Mit einem schwereren Griff reduziert man das Schwunggewicht, mit einem leichteren Griff erhöht man es. Ein dickerer Griff kann die Handgelenkbewegung während des Schwunges reduzieren. Generell unterscheidet man die Griffgrößen zwischen Undersize (Ladies), Standard, Midsize und Oversize. Im Gegenstz zu den anderen Schlägern, kann man Putter auch mit verschieden geformten Griffen versehen. Da sind u.a. etwas dickere wie beispielsweise die von SuperStroke, stark konturierte wie der Contour aus der TOUR SNSR-Serie von Golf Pride oder der klassische Pistol-Griff, den es auch in verschiedenen Varianten gibt (siehe Ping Sigma G-Putter).

H

Siehe Schlagflächenbalance.

Bei dieser Kopfform wurde das Gewicht in die Außenbezirke der Schlagfläche verteilt (heel, im engl. Ferse, und toe, Fußspitze, stehen für vorderes und hinteres Ende der Schlagfläche). Mit dieser Dezentralisierung des Massenschwerpunkts aus dem Zentrum der Schlagfläche möchte man ein Verdrehen des Kopfes verhindern. Die Urform dieses Putter-Design ist der legendäre Anser von Ping.

Der Hosel hat maßgeblichen Einfluss auf den Hang der Schlagfläche. Je weiter die gedachte Linie vom Ende des Schafts zur Schlägerkopfmitte zeigt, desto weniger Hang wird erreicht. Diese geometrischen Eigenschaften können durch Gewichtsverschiebung im Putter-Kopf manipuliert werden. Es gibt beim Putter verschiedene Hosel-Varianten, wie beispielsweise Slant oder Plumber-Neck.

I

Ein Einsatz in der Schlagfläche. Wird hauptsächlich bei Puttern verwendet. Er besteht aus einem anderen Material als der Schlägerkopf und ist maßgeblich für das Gefühl im Treffmoment verantwortlich.

L

Der Lie beschreibt den Winkel von einem parallel zum Boden positionerten Schlägerkopf und der Schaftneigung. Ein perfekt abgestimmter Lie erleichtert es, den Ball konstant im Sweetspot zu treffen. Ein falsch abgestimmter Lie führt oft zu schlecht getroffen Putts.

Hier unterscheidet man zwischen statischem und dynamischem Loft. Der statische Loft beschreibt die Schlagflächenneigung im Ruhezustand wohingegen der dynamische Loft die Neigung im Treffmoment definiert. Der dynamische Loft ist der wichtigste Parameter, um einen perfekten Roll zu erzielen.

M

Dieser Putter liegen sehr kompakt in der Hand und sind meist etwas schwerer als Putter mit anderen Kopfformen. Ein Mallet lässt sich leicht führen und das hohe Gewicht erweist sich auf langsameren Grüns als hilfreich. Die halbrunde Form ist zudem sehr Vertrauen erweckend, da selbst Modelle mit kleineren Schlagflächen groß wirken.

Die Schlagfläche/der Schlägerkopf ist von einem Computer gefräst und absolut eben.

Putter-Modelle mit meist relaiv großen Köpfen, bei denen extrem viel Gewicht in den Außenbereichen des Kopfs platziert ist. Dadurch wird das MOI (Trägheitsmoment) erhöht. Bei ihnen wirken sich Treffer Richtung Spitze oder Ferse nicht so stark aus, d.h. der Ball hält die Spur besser und verliert nur wenig an Länge.

R

Das Rollverhalten des Balls. Je früher er Top-Spin hat, desto besser hält der Ball die Richtung. Es wird maßgeblich durch den Eintreffwinkel der Schlagfläche auf den Ball und das Material und die Struktur der Schlagfläche beeinflusst.

Die Schlagflächenrotation beschreibt den Öffnungs- und Schließwinkel des Schlägerblatts während des Schwungs. Der Rotationsdurchschnitt auf den Profi-Touren bei einem drei Meter langen Putt beträgt circa 11 Grad wobei die Öffnungswinkel jeweils addiert werden. Die Schlägerflächenrotation am Ende des Rück- bzw. Durchschwungs beträgt bei diesen Spielern zwischen 4 und 6 Grad.

S

Die meisten Standard-Putter sind zu lang, um eine natürliche Hand- bzw. Armposition in der Ansprechposition zu ermöglichen. Wenn die Länge des Putters den individuellen Spielbedürfnissen angepasst wird, verändert sich auch das ursprüngliche Schwunggewicht. Viele Putter-Hersteller beschäftigen sich nicht mit diesem Thema, weil der Produktionsprozess oftmals zu umfangreich wäre. Dennoch muss das Verhältnis zwischen statischem Kopfgewicht und der Länge des Schafts ausgeglichen sein, um wiederholbare Schwungbewegungen durchführen zu können.

Diese werden beim Putten in vier Hauptkategorien unterteilt: Square to Square, Inside-Square-Inside, Inside-Square-Square und Square-Square-Inside. Darüber hinaus kann man noch zwischem einer leichten und einer starken Schwungkurve differenzieren. Diese Indikatoren haben großen Einfluss auf den zu verwendenden „Hang“ des Putters. Spieler mit keinem oder nur sehr schwachem Arc bevorzugen meist einen Face balanced Putter, Golfer mit einer ausgeprägten Inside-Square-Inside Schwungkurve favorisieren eher einen Toe Hang Putter. Dennoch gibt es für diese statistisch belegten Zahlen keine Garantien. Um herauszufinden, welche Schlagflächenbalance tatsächlich die Richtige ist, sollte man ein digital unterstütztes Putter-Fitting durchführen.

 

Als „Hang“ bezeichnet man den Winkel der Schlagfläche wenn der Putter-Schaft völlig ausbalanciert auf dem ausgestreckten Finger ruht. Man unterscheidet zwischen „Face Balanced“ und „Toe Balanced“. Bei einem Face Balanced Putter ist die Schlagfläche zu 100 Prozent in der Horizontalen (ganz rechts). Bei einem Putter mit einer extremen Toe-Balanced-Gewichtsverteilung zeigt die Putter-Spitze dagegen fast senkrecht nach unten (ganz links). Dazwischen gibt es natürlich jede Menge Varianten.

Eine rhythmische und wiederholbare Putt-Bewegung ist ein weiterer Parameter, um auf dem Grün erfolgreich sein zu können. Der Schwung teilt sich hierbei in drei Bereiche auf:

  1. Die Zeit vom Start bis zum Ende des Rückschwungs
  2. Die Zeit vom Ende des Rückschwungs bis zum Treffmoment
  3. Die Gesamtzeit vom Start bis zum Treffmoment

Der Schwungrhythmus definiert sich aus dem Verhältnis von Rückschwungzeit zu Vorschwungzeit bis zum eigentlichen Treffmoment. Dieses Verhältnis sollte 2:1 betragen. Der Vorwärtsschwung sollte demnach doppelt so schnell sein wie der Rückschwung.

T

In der Spitze des Putter-Kopfs befindet sich mehr Gewicht als in dessen Ferse, sodass die Putter-Spitze in Richtung Boden kippt, wenn man ihn ausbalanciert. Ein Putter mit viel Toe Hang, d.h. die Spitze zeigt fast gerade nach unten, unterstützt das Schließen der Schlagfläche im Treffmoment und passt zu Spielern mit einer stark gekrümmten Schwungbahn. Der Schlägerkopf eines Face-Balanced-Modells bleibt während der Schwungbewegung eher zum Ziel ausgerichtet und sollte in erster Linie von Spielern verwendet werden, die eine gerade Putt-Bewegung haben.

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