Fachbegriffe Golfschläger Fitting

Golf-Fitting ist eine Wissenschaft für sich. Die dabei verwendeten Fachbegriffe ebenfalls. Hier erklären wir die wichtigsten.

B

Der Bounce ist der Winkel vom tiefsten Punkt der Sohle (Trailing Edge) zur vorderen Kante der Sohle (Leading Edge) bei gerade aufgestelltem Schläger.

Die horizontale Krümmung des Schlägerblatts beim Holz.

C

Form des Schlägerkopfs, bei der sich die Gewichtsverteilung wie ein Kranz um die Rückseite des Schlägerblatts zieht (siehe auch Perimeter-Weighting).

Die Schläger werden von einem fachkundigen Fitter mit Hilfe eines Launch Monitors individuell für den Spieler abgestimmt. Es kann sowohl indoor als auch outdoor durchgeführt werden.

D

Hierbei ermittelt man die wichtigsten Parameter anhand des Schwungs, sprich der Bewegung und nimmt diese mit einem Launch Monitor auf.

F

Härtegrad des Schafts. Diese werden mit Buchstaben beschrieben. L ist dabei der weichste. Über A, SR, R, S geht es bis zu XS, dem härtesten Schaft. Da es keine allgemein gültigen Standards bei der Einordnung gibt, fallen die Schäfte je nach Hersteller in den verschiedenen Kategorien mitunter unterschiedlich aus. Will heißen: Ein R-Schaft des einen Herstellers kann bei einem anderen Hersteller ein A-Schaft sein. Ein objektiver Weg, den Flex von Schäften miteinander zu vergleichen, ist die Messung der Frequenz mit einer speziellen Maschine. Mit ihr wird die Schwingungsfähigkeit, des Schafts ermittelt. Sie wird in cpm (cycles per minute) angegeben. In der Regel ist eine Steigerung um 10 bis 15 cpm mit der Erhöhung der Flexstufe, beispielsweise von S auf XS, gleichzusetzen. Je härter ein Schaft ist, desto mehr cpm generiert er.

G

Damit sind die Schlaglängenunterschiede von Schläger zu Schläger gemeint. Diese sollten möglichst konstant sein. Das gilt für alle Schläger vom Lob- oder Sand-Wedge bis zum Holz 3.

Damit sind die verschiedenen Sohlenformen bzw. -schliffe bei den Wedges gemeint. Sie machen die Wedges variabel und verbessern ihre Spieleigenschaften.

Die horizontalen Einkerbungen in der Schlagfläche heißen im englischen Grooves. Das deutsche Synonym ist Rillen. Sie generieren den Backspin bei den Schlägen mit den Eisen.

H

Der gerundete Bereich des Schlägerkopfs nahe des Schaftendes. Von dort geht der Schlägerkopf in den Hosel über.

Das Verbindungsstück am Schläger, in das der Schaft eingepasst wird. Am oberen Endes des Hosels wird noch eine Ferrule angebracht.

L

Ein Gerät, das den Ball mit Hilfe eines Doppler-Radar-Signals verfolgt, um wichtige Schlagparameter wie Abflugwinkel, Spin-Rate, Abweichung, Carry-Länge usw. zu ermitteln. Die führenden Hersteller dieser Geräte sind Trackman und Flightscope.

Die vordere, untere Kante des Schlägerkopfs. Oft wird die Rille nahe der Leading Edge weiß eingefärbt, um die korrekte Ausrichtung des Schlägerblatts zu erleichtern.

Der Lie-(Winkel) beschreibt den Winkel zwischen Schaft und Sohle. Er hängt hauptsächlich von der Körpergröße des Golfers ab und kann bei einem Fittings auch um +/- 2 Grad angepasst werden. Ein zu geringer (flacher) Lie-Winkel öffnet das Schlägerblatt im Treffmoment, ein zu großer (hoher) schließt es.

Der Neigungswinkel der Schlagfläche im Verhältnis zum Schaft. Je höher der Loft ist, desto höher fliegt der Ball. Die Lofts bei Eisen betragen zwischen 42 Grad (Eisen 9) und 21 Grad (Eisen 3).

O

Beim Ansprechen des Balles sieht man, dass das Schlägerblatt im Verhältnis zum Schaft entgegen der Spielerichtung nach hinten versetzt ist. Offset verringert die Neigung zum Slice. Vor allem der Gebrauch der langen Eisen wird dadurch erleichtert.

P

Das Gewicht innerhalb des Schlägerkopfs wird hauptsächlich an die Ränder verlagert. Dadurch vergrößert sich der Sweetspot. Gilt für alle Schläger vom Driver bis zum Putter.

S

Die Länge des Schafts bevor er in den Schläger eingebaut wird. Die gesamte Schlägerlänge ist immer ein wenig länger, da der Schaft ja noch mit dem Schläger verbunden werden muss.

Beschreibt das Verhältnis der drei Schlägerkomponenten Griff, Schaft und Kopf zum Gesamtgewicht des Schlägers. Schläger mit einem hohen Schwunggewicht fühlen sich schwerer bzw. kopflastiger an. Es wird mit einer Buchstaben- und Zahlenkombination angegeben und beginnt bei A0 als leichtester Einheit und endet bei G9,9 als schwerster. Die Messung des Schwunggewichts erfolgt mit einer Schwunggewichtswaage. Je leichter der Griff im Verhältnis zum Gesamtgewicht des Schlägers ist, desto höher wird das Schwunggewicht. Gleiches gilt für längere Schäfte - auch sie erhöhen das Schwunggewicht des Schlägers. Eine Verlängerung des Schafts um 1/4 Inch bewirkt in der Regel eine Erhöhung des Schwunggewichts um 1,5 Stufen. Aus D0 wird dann beispielsweise D1,5. Erhöht man das Kopfgewicht um 1 Gramm wird das Schwunggewicht um 0,5 Stufen erhöht. Das ideale Schwunggewicht für den jewiligen Spieler hängt von verschiedenen Komponenten ab und richtet sich nach den persönlichen Präferenzen.

Die Unterseite des Schlägerkopfs. Sie ist je nach Ausrichtung des Schlägers (Performance, Allround, Game-Improvement) unterschiedlich breit. Je breiter die Sohle ist, desto komfortabler spielt sich das Eisen.

Die Vermessung des Spielers. Dabei werden einige Daten erhoben, so zum Beispiel die Körpergröße, der Abstand der Handwurzel zum Boden, die Handgröße und ähnliches. Zudem wird der Spieler nach seinen Präferenzen, Wünschen und Fähigkeiten gefragt.

Der Punkt auf der Schlagfläche, an dem der Ball idealerweise getroffen wird.

T

Beschreibt die Verdrehungsfähigkeit des Schafts um seine Längsachse. Je nach Schaft werden hier Werte zwischen 1 und 10 angegeben. In der Theorie gilt: Je niedriger der Torque, desto geringer ist die Schlägerblattverdrehung bei Bällen, die nicht genau im Sweetspot getroffen werden. Ein niedriger Torque macht den Schaft immer steifer. Dies führt meist zu einer verminderten Schlagrückmeldung und Schlagweite.

Anzeige

Newslettter

Bleiben Sie am Ball:

Abonnieren Sie unseren Newsletter und gewinnen Sie einen Bag Boy Nitron Push-Trolley.

Hier geht es zur Newsletteranmeldung