Ein Zero-Torque-Putter ist ein Putter, dessen Kopf beim Schlag nahezu kein eigenes Drehmoment (Torque) um die Schaftachse erzeugt. Ergebnis: Die Schlagfläche „will“ sich während des Schwungs nicht von selbst öffnen oder schließen – sie bleibt stabiler und lässt sich leichter square zur Ziellinie führen.
Wie wird das erreicht?
- Masseverteilung & Schwerpunkt (CG): Der Schwerpunkt wird so gelegt, dass er möglichst auf der Verlängerung der Schaftachse liegt (oft „Lie-Angle-Balancing“).
- Hosel/Schaft-Ansatz: Häufig sitzt der Hosel-„Spud“ auf der Topline, näher an der Schlagfläche. Das reduziert den Bedarf an künstlichem Forward Press.
- Materialmix: Viel Gewicht unter der Topline / weit vorn (z. B. Tungsten), teils mit Gegengewichten, um das Eigenmoment zu minimieren.
Vorteile
- Stabilere Schlagfläche, weniger Handsaktivität nötig
- Konstantere Startlinie und Richtungskontrolle
- Natürliches Ansprechen ohne erzwungenen Shaft-Lean
Unterschied zu „Face-Balanced“
- Face-balanced bezieht sich auf die Balance in der Waage; Zero-Torque zielt auf minimales Drehmoment in der realen Ansprech-Liegeposition. Das ist nicht dasselbe.
Hinweis zur Fitting-Praxis
- Lie-Winkel und Griff sind entscheidend: Passt der Lie-Winkel nicht, können trotz „Zero Torque“ Pushes/Pulls entstehen.
- Das Gefühl ist oft „neutraler“ (weniger „Toe-Release“) – Geschmackssache, daher am besten testen.