Was bietet die Approach S70 GPS-Golfuhr von Garmin
Das Flaggschiff unter den smarten Golfuhren heißt Garmin Approach S70. Das Modell vereint die bewährten Funktionen der Approach Serie mit einem Amoled Touchdisplay und verbesserter Kartendarstellung. Stylischer, präziser und mit noch mehr Funktionen für den perfekten Schlag – so beschreibt der hersteller die neue GPS-Golfuhr. Sie ist in zwei Größen erhältlich (42 mm und 47 mm Durchmesser) erhältlich und hat als erstes Modell ein superhelles und leicht ablesbares 1,2- oder 1,4-Zoll Amoled Touchdisplay. Im vergleich zu den Vorgängermodellen S60 und S62 hat sie eine optimierte Kartendarstellung mit hoher Detaildichte und eine verbesserte Menüführung.
Es sind über 43.000 Golfplätze vorinstalliert, und dank des Multi-Frequenz Empfangs ist die Positionsbestimmung besonders exakt – auch in Umgebungen mit schwieriger GPS-Abdeckung.
Umfangreiche Golffunktionen
Neben den „Standardangaben“ zu Anfang, Mitte und Ende Grün erhalten GolferInnen zahlreiche weitere Infos. So zeigt die Approach S70 zum Beispiel Entfernungen zu Hindernissen (Wasser, Bunker, etc.) an. Die Pinpointer-Funktion zeigt sogar die Richtung zur Fahne an, wenn man sie gar nicht sieht. So kann man sich dennoch einfacher korrekt ausrichten und den Schlag mit mehr Selbstvertrauen ausführen.
Entfernungsangaben zu Hindernissen (li.) und zum Grün, selbst wenn man es nicht sieht (re.)
Verbesserter virtueller Caddie bei der Approach S70
Der verbesserte virtuelle Caddie zeigt die mögliche Streuung des bevorstehenden Schlags an und gibt eine Schlägerempfehlung auf Basis der bisher aufgezeichneten Schwungdaten, der Höhe über NN, der Windgeschwindigkeit, der Windrichtung und weiterer Parameter.
Der virtuelle Caddie gibt eine Schlägerempfehlung und zeigt die mögliche Streuung des Schlags an
Optimierte PlaysLike-Distanz
Die optimierte PlaysLike-Distanz berücksichtigt die Höhenunterschiede bei Schlägen bergauf oder bergab sowie Wind, Temperatur und Luftdruck mit einem integrierten Barometer – für noch genauere Distanzangaben.
Noch mehr Details, sowie hilfreiche Analysen und Statistiken erhält man, wenn man die Uhr mit der Golf-App verbindet. Dort können digitale Scorekarten erstellt, geteilt und Handicaps verglichen werden. Auch lassen sich dort alle Schläge analysieren. Dafür zeichnet die AutoShot-Spieleaufzeichnung der Approach S70 die Schlagweiten automatisch auf und lädt sie nach jeder Runde hoch. Wer zusätzlich Putts und Chips aufzeichnen möchte, muss die Approach S70 mit den Approach CT10 Schlägersensoren koppeln, die in das Griffende gesteckt werden. Das Starterpaket mit drei Sensoren kostet 79,99 Euro, ein vollständiger Satz (14 Sensoren) ist für 249,99 Euro erhältlich.
PlaysLike-Distanz-Angaben (li.) berücksichtigen Höhenunterschiede und Witterung. Statistiken (re.) ermöglicht die AutoShot-Funktion
Wer sich für eine Garmin Golf Mitgliedschaft entscheidet, erhält zusätzlich die Möglichkeit auf die Green Contour Daten-Funktion zuzugreifen. Diese zeigt detailliert die Neigungen des Grüns auf ausgewählten Golfplätzen an.
Die Darstellung der detaillierten Infos zur Konturierung der Grüns
Erstmals in zwei Größen verfügbar
Als farbliche Variante zur Version in Grau gibt es Ausführung mit 42 mm Durchmesser auch in Weiß. Dazu gibt es die Uhr auch noch mit 47 mm Durchmesser. Dann allerdings nur in Schwarz – sie kostet 749,99 Euro.
Die kleinere Variante gibt es auch in Weiß, eine größere mit 47 mm Durchmesser nur in Schwarz
Approach S70: Mehr als nur eine Golfuhr
Abgerundet wird das immense Angebot dieser Uhr mit vielen Funktionen, die u.a. die Körperfunktionen dokumentieren (z.B. Herzfrequenz oder Schlafstadien), diverse weitere Gesundheitsaspekte beobachten (Stresslevel, Sauerstoffgehalt, etc.) oder zur Steigerung der Fitness beitragen. So gibt es bis zu 40 vorinstallierten Sport-Apps für Krafttraining, Yoga, Cardio und vielen weiteren Aktivitäten.
Und wem das noch nicht genug ist, der bekommt jede Menge alltagstauglicher Funktionen, die sie zur idealen Begleitung in fast jeder Lebenssituation machen. Der Empfang von Smartphone-Benachrichtigungen direkt auf dem Uhren-Display ermöglicht es, eingehende Anrufe, Textnachrichten und Benachrichtigungen von Social Media und anderen Apps schnell und einfach einzusehen.
Man kann die Approach S70 mit Bluetooth-Kopfhörern verbinden und Musik-Streaming-Dienste wie Spotify und Deezer über die Uhr starten. Garmin Pay, das kontaktlose Bezahlsystem von Garmin, ist ebenfalls integriert.
Längere Laufzeit
Die Akkulaufzeit der Approach S70 wurde stark verbessert, sodass Golferinnen und Golfer noch mehr Runden spielen können, ohne Aufladen zu müssen: Im Smartwatch-Modus hält die Uhr bis zu 16 Tage (47 mm Variante) bzw. bis zu 10 Tage (42 mm Variante) durch, bei GPS-Nutzung bis zu 20 bzw. bis zu 15 Stunden.
Die wichtigsten Merkmale im Überblick:
Golfuhr mit Amoled Touchdisplay in zwei Gehäusegrößen.
Verbesserte Kartendarstellung mit hoher Detaildichte.
Verbesserter virtueller Caddie auf Grundlage von Witterungsbedingungen, Höhenunterschieden und Schwungdaten.
Erweiterte PlaysLike Funktion.
43.000 Golfplätze vorinstalliert.
Umfangreiches Gesundheits- und Fitnesstracking mit animierten Workouts und vorinstallierten Sport-Apps.
Ein unabhängiger Erfahrungs- und Testbericht eines Golfers, der normalerweise ohne eine Smartwatch Golf spielt, joggen geht und schläft. Die Vor- und Nachteile der Garmin Approach S70 Uhr und des kompatiblen Z30-Lasers.
Ja, ich besitze eine Apple Watch, und ja, ich habe sie vor Jahren auch schon einmal zum Golfspielen genutzt. Ansonsten aber war ich der Auffassung: Ein normaler Laser genügt mir für mein leicht überdurchschnittliches Golfspiel, den Rest auf meiner Runde erledigt mein Gehirn. Auch im Alltag war ich nicht gerade der Uhrenträger. Wenn ich mal eine anziehen wollte, war sie entweder leer oder stehen geblieben. Kurz und knapp: Ich war der beste Proband, um valide sagen zu können, wie eine Smartwatch mit Golffunktion mein Spiel und auch meinen Alltag verändert.
Eine neue Routine
Vier Monate mit der Approach S70 und die wichtigste Frage: Ist mein Golfspiel besser geworden? Keine Ahnung! Auf jeden Fall aber ist es zugleich leichter und detaillierter geworden. Selbst wenn ich wohl bei weitem bislang nicht alle Funktionen der S70 genutzt habe, hat sich bei mir mittlerweile sowohl auf dem Golfplatz als auch im Alltag eine Art Routine entwickelt. Morgens nach dem Aufstehen geht der erste Blick ans Handgelenk, damit ich die Frage meiner Mitmenschen, wie ich denn geschlafen hätte, mit einer einfachen Zahl beantworten kann: mit meinem Sleep- Score, der sich aus Schlafstadien, Länge und Erholung zusammensetzt. Es gilt: je höher, desto besser. 97 von 100 war mein bisheriger Rekord, und in der Tat kann ich feststellen: Meistens entspricht der Wert ziemlich genau dem, wie ich mich vor dem ersten Kaffee fühle. Wer will, kann noch kurz prüfen, was der Puls, der Sauerstoffgehalt oder das Stresslevel machen. Wen das erst in ein Stresslevel versetzt, kann es aber auch bleiben lassen.
Die S70 zeigt auch Statistiken wie getroffene und verfehlte Fairways an.
Die Golfrunde mit der S70
So, nun aber zum Golf: Ich nutze die S70 mittlerweile bei jedem Mal, wenn ich den Platz betrete, und zwar intensiv. Den Course, den ich spiele, erkennt die Uhr von 43.000 vorinstallierten Anlagen innerhalb von Sekunden und startet dann die Runde. Am Tee schaue ich zum ersten Mal auf das Touchdisplay und lasse mir auf der detaillierten Karte die Entfernung zu allen Hindernissen anzeigen, die ich lieber nicht treffen möchte. Dann wähle ich mit dem Finger einen optimalen Punkt für meinen Abschlag auf dem Fairway. Jetzt kenne ich die Länge, die ich schlagen sollte, und wähle meine Waffe. Wer noch mehr Unterstützung braucht, kann auch den virtuellen Caddie nutzen, der einem auf Basis der Schlagdaten und anderer Parameter eine Schlägerempfehlung gibt. Besonders cool ist die Kompatibilität der Uhr mit dem Z30-Laser von Garmin. Sind die Geräte gekoppelt, muss die Fahne vom Abschlag aus nur ein einziges Mal gelasert werden und schon hat die Uhr die exakte Position übernommen und behält sie für das Loch bei. Ein weiteres Lasern vom Fairway ist also nicht nötig. Das ist auch deshalb gut, weil die Uhr in Alleinnutzung bei der Entfernung gelegentlich schon ein paar Meter danebenliegt, weil sie natürlich nicht weiß, wo die Fahne steht. Was mir auch besonders gut gefällt, ist die Score-Aufzeichnung. Nach jedem Loch hat die Uhr meist schon automatisch erkannt, wo ich gelegen und wie oft ich gegen den Ball geschlagen habe. Wenn nicht, kann ich manuell verändern, ob ich das Fairway links oder rechts verfehlt habe und wie viele Putts und Strafschläge ich hatte. Nach der Runde habe ich dadurch eine tolle Übersicht, woran es heute gelegen hat. Die Uhr zeigt mir meine Fairway- und Grüntreffer, meine benötigten Putts und andere Statistiken, die ich mir über die Garmin Golf App auch entspannt auf dem Handy ansehen kann. Die Erkenntnis: Wenigstens weiß ich jetzt, woran ich trainieren sollte. Ein paar Funktionen sind übrigens nur mit einem Abo (rund zehn Euro im Monat) nutzbar, alle bisher genannten jedoch sind kostenlos integriert.
Über die App kann die Runde auf dem Handy genau nachvollzogen werden.
Die anderen Funktionen
Neben der Übersicht über diverse Gesundheitsdaten und der Golf-Funktion kann ich die Uhr natürlich auch als Sportuhr zum Laufen oder für Fitness-Einheiten nutzen. Das mache ich auch, wobei mich die S70 beim Joggen etwas mehr überzeugt als beim Pumpen. Nicht nur weil sie mir wie andere Smartwatches alle wichtigen Daten anzeigt, während ich laufe, sondern auch weil ich die Uhr mit meinen Kopfhörern verbinden und mein sperriges Handy entspannt zu Hause lassen kann. Auch für Fitnessübungen ist die Uhr gut, aber zumindest für mich etwas kompliziert. Mit ihren vorinstallierten Workouts bietet sie zwar vor allem Sport-Einsteigern einen Mehrwert, jedoch verfügt sie über wenig allgemeine Workouts. Dafür aber gibt es die Möglichkeit, neue Trainings manuell anzulegen.
Unser Fazit
Ich bin ehrlich überzeugt von der S70 und nehme die Uhr mittlerweile nur noch ab, um mich zu waschen. Vor allem auf dem Golfplatz ist die S70 eine tolle Unterstützung für mein Spiel. Ein großer Pluspunkt ist auch die Batterie, die, wenn ich mal kein Golf spiele, rund zwei Wochen hält. In der GPS-Nutzung auf dem Platz muss ich natürlich früher laden. Eine 54-Loch-Clubmeisterschaft über zwei Tage ist mit einer Ladung aber kein Problem. Klar ist: Ich bin überzeugt und seit Neuestem Uhrenträger.
PRO
Erkennt Plätze automatisch, zeigt Entfernungen, Hindernisse und optimale Schlagpunkte
Intelligente Schlägerempfehlungen, nahtlose Verbindung mit Garmin Z30-Laser für präzise Fahnenpositionen
Automatische Score- und Statistikaufzeichnung: Fairway- und Grüntreffer, Putts, Strafschläge – ideal für Analyse und Training
Beim Laufen und Fitnesstraining vielseitig einsetzbar, mit Musikfunktion via Bluetooth-Kopfhörer
Starke Akkuleistung: Bis zu zwei Wochen im Alltagsmodus, 54 Löcher im GPS-Betrieb problemlos
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