Mit dem Ignis D2 erweitert Takomo seine Driver-Familie um ein 460-ccm-Modell mit Fokus auf einfachen Ballstart und Stabilität. Acht Hosel-Einstellungen, zwei Loftoptionen und verschiedene Fujikura-Ventus-Schäfte sorgen für Spielraum bei der Abstimmung.
Neuer Driver für hohen Ballstart und mehr Fehlertoleranz
Mit dem Ignis D2 bringt Takomo einen zweiten Driver innerhalb der Ignis-Familie auf den Markt. Das neue Modell setzt auf einen großen 460-ccm-Kopf, hohen Ballstart und eine vergleichsweise einfache Anpassung über Hosel und Kopfgewicht. Damit zielt der D2 auf Golfer, die beim Driver vor allem Unterstützung bei Launch und Fehlertoleranz suchen.
460 ccm und zwei Loftoptionen
Der D2 wird mit 9 und 10,5 Grad Loft angeboten. Der Schlägerkopf kombiniert eine HST160C-Titanlegierung mit einer Carbonkrone. Takomo verbindet diese Konstruktion mit dem Ziel, einen hohen Ballstart und möglichst konstante Spinwerte zu erzeugen, damit der Ball länger in der Luft bleibt und Carry-Distanz unterstützt wird. Mit seinem vollen 460-ccm-Volumen ist der D2 klar auf Fehlertoleranz ausgelegt. Takomo positioniert ihn damit als zugängliche Variante innerhalb der Ignis-Serie, ohne den Kopf auf eine bestimmte Schlagkurve festzulegen.
Acht Hosel-Positionen für Loft und Lie
Für die Feinabstimmung nutzt Takomo einen verstellbaren Hosel-Adapter mit acht Positionen. Bei Rechtshändern lässt sich der Loft je nach Einstellung um bis zu zwei Grad erhöhen oder reduzieren. Mehrere Positionen verändern gleichzeitig den Lie-Winkel in eine aufrechtere Richtung. Für Linkshänder gelten entsprechend angepasste Einstellungen. Der Vorteil liegt in der Bandbreite: Wer beim Ballstart zwischen zwei Standard-Lofts liegt oder den Driver gezielter an den eigenen Schwung anpassen möchte, bekommt hier deutlich mehr Spielraum als bei einem fest eingestellten Kopf.
Zwei Kopfgewichte für die Abstimmung
Zusätzlich lässt sich das Setup über das Kopfgewicht verändern. Serienmäßig ist ein 3-Gramm-Gewicht montiert, alternativ steht ein Gewicht mit 8 Gramm zur Verfügung. Damit kann das Gesamtgefühl des Schlägers verändert werden, ohne auf ein komplexes System mit mehreren verschiebbaren Gewichten zurückzugreifen. Auf eine gezielte Draw- oder Fade-Verstellung über verschiedene Gewichtspositionen verzichtet Takomo. Die Anpassung bleibt damit übersichtlich und konzentriert sich auf Hosel und Kopfgewicht.
Fujikura Ventus Red und Ventus Blue
Bei den Schäften setzt Takomo auf mehrere Varianten der Fujikura-Ventus-Reihe. Der Ventus Red ist in 5R und 5S erhältlich, der Ventus Blue in 5R, 5S, 6R, 6S und 6X. Damit deckt das Angebot unterschiedliche Gewichts- und Flexklassen ab. Als Standardgriff ist ein Lamkin Crossline vorgesehen. Die Standardlänge beträgt 45,75 Inch, der Lie-Winkel 58 Grad. Das Kopfgewicht liegt bei 197 Gramm.
Für wen ist der Takomo Ignis D2 gedacht?
Der D2 richtet sich vor allem an preissensible Golfer, die einen Driver mit hohem Launch und viel Unterstützung bei nicht mittigen Treffern suchen. Gleichzeitig bietet der Hosel genügend Einstellbereich, um die Flugkurve an den eigenen Schwung anzupassen.
Der Takomo IGNIS D2 startet hoch, fliegt gerade und bietet ein sehr gutes Treffgefühl. Viel Spin und eine teilweise zu hohe Flugkurve setzen dem Driver im Test Grenzen.
Der Takomo IGNIS D2 hat uns im Test vor allem mit seinem Treffgefühl und dem hohen, geraden Ballflug gefallen. Auch bei der Fehlertoleranz liefert der Driver ordentliche Ergebnisse. Ganz ohne Einschränkung bleibt der hohe Launch allerdings nicht: Für unseren Geschmack steigt der Ball teilweise zu stark und produziert zu viel Spin.
Unser Testschläger hatte 10,5 Grad Loft und Standardlänge. Takomo kombiniert den Kopf mit einem Fujikura Ventus 5R in Regular und einem Lamkin Standard Crossline Griff.
Der Ball geht schnell nach oben
Der IGNIS D2 macht es uns leicht, Höhe in den Ballflug zu bekommen. Der Ball startet hoch, fliegt überwiegend gerade und steigt schnell. Bei der Schlaglänge haben wir den Driver im mittleren Bereich eingeordnet.
Misshits verzeiht der Takomo mittel bis gut. Die Fehlertoleranz insgesamt bewerten wir mit gut. Das macht den IGNIS D2 auch dann noch gut spielbar, wenn der Ball nicht perfekt getroffen wird.
Allerdings ist uns die Flugkurve teilweise zu hoch. Wir haben den Driver als Highspinner erlebt. Genau hier sehen wir seine größte Schwäche. Spieler, die ohnehin viel Höhe und Spin produzieren, sollten darauf achten.
Das Treffgefühl gefällt
Sein bestes Ergebnis bekommt der IGNIS D2 beim Gefühl im Treffmoment. Das haben wir mit sehr gut bewertet.
Auch Feedback und Spielkomfort gefallen uns und bekommen jeweils ein gut. Gleiches gilt für die Fehlertoleranz. Unterm Strich hinterlässt der Takomo beim Schlaggefühl damit einen überzeugenden Eindruck.
Schlicht – bis auf den Rallyestreifen
Beim Design hält sich Takomo weitgehend zurück. Der Kopf ist minimalistisch gestaltet und matt lackiert. Auffällig ist vor allem der Rallyestreifen am hinteren Ende des Kopfes.
Die Verarbeitung bewerten wir mit gut. Beim Griff setzt Takomo auf einen Lamkin Standard Crossline.
Für wen passt der IGNIS D2?
Wir sehen den IGNIS D2 vor allem bei Spielern mit einem Handicap zwischen 20 und 36. Besonders interessant finden wir ihn für ambitionierte Junggolfer. Ein wesentlicher Punkt ist dabei das Preis-Leistungs-Verhältnis. Gerade in Verbindung mit dem sehr guten Treffgefühl und der guten Fehlertoleranz ist das eines der wichtigsten Argumente für den Driver.
Unser Fazit
Der Takomo IGNIS D2 liefert einen hohen, geraden Ballflug und eine gute Portion Fehlertoleranz. Besonders gut gefällt das Gefühl im Treffmoment. Dazu kommen gutes Feedback und guter Spielkomfort. Seine Grenze liegt ebenfalls beim Ballflug: Der Driver produziert laut viel Spin und kann den Ball zu hoch steigen lassen. Empfohlen wird er für Handicap 20 bis 36, besonders für ambitionierte Junggolfer. Das sehr positiv bewertete Preis-Leistungs-Verhältnis ist dabei ein wichtiges Argument.
PRO
Sehr gutes Treffgefühl
Gutes Feedback und guter Spielkomfort
Gute Fehlertoleranz
Gerader Ballflug
Preis-Leistungs-Verhältnis
CONTRA
Hoher Spin
Flugkurve teilweise zu hoch
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